Diomande-Wechsel zu Real Madrid: RB Leipzig dementiert Vollzug
Diomande-Wechsel zu Real: Leipzig dementiert Vollzug

Yan Diomande, der 19 Jahre alte ivorische Flügelspieler von RB Leipzig, hat am Montagmorgen wie erwartet an den Leistungstests in der Leipziger Trainingsakademie teilgenommen. Dies geschah trotz anhaltender Spekulationen über einen Wechsel zu Real Madrid. Der Transfer-Experte Fabrizio Romano hatte zuvor verkündet, dass der Wechsel perfekt sei. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist bei RB Leipzig allerdings noch nichts geklärt; viele Details seien noch offen. Eine offizielle Bestätigung der beiden Clubs gibt es nicht.

Der Poker um die Ablösesumme

Diomande soll für mehr als 100 Millionen Euro zum spanischen Traditionsklub Real Madrid wechseln und einen langfristigen Vertrag bis Sommer 2031 unterschreiben. RB Leipzig hatte den Flügelflitzer ursprünglich mindestens noch eine weitere Saison halten wollen. Bereits während der Weltmeisterschaft hatte der Klub ein Angebot des FC Liverpool in Höhe von 100 Millionen Euro Ablöse abgelehnt. Auch das erste Angebot von Real Madrid in dieser Höhe wurde zurückgewiesen.

PSG steigt aus – Ärger über Berater

Die Berater von Diomande, die Agentur Roc Nation Sports, drängten auf eine schnelle Einigung. Sie hatten den Spieler auch bei Paris Saint-Germain angeboten. Berichten zufolge einigte man sich auf die Konditionen eines Vertrags bis 2031. Am Sonntagabend stieg PSG jedoch verärgert aus dem Poker aus. In einer Stellungnahme hieß es: „Die geforderte Ablösesumme und die Gehaltsforderungen waren völlig unverhältnismäßig.“ Nun ist Real Madrid das einzige verbleibende Ziel.

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Rekordtransfer in Sicht

Zuletzt zeichnete sich ab, dass der zweimalige DFB-Pokalsieger bei einem Angebot von mindestens 120 Millionen Euro Ablöse von seiner harten Linie abweichen und Diomande ziehen lassen würde. Die Gewinnmarge ist verlockend: Vor einem Jahr war Diomande für 20 Millionen Euro vom spanischen Erstliga-Absteiger CD Leganés nach Leipzig gekommen. Ein Wechsel für 120 Millionen würde nicht nur den Rekord von RB Leipzig brechen – bisher hält Josko Gvardiol mit 90 Millionen Euro Ablöse zu Manchester City den Vereinsrekord –, sondern auch den Rekord für den teuersten Transfer eines afrikanischen Spielers. Dieser liegt derzeit beim Ivorer Nicolas Pépé, der 2019 für 80 Millionen Euro von Lille zu Arsenal wechselte.

Diomande, der in der vergangenen Saison mit starken Leistungen auf sich aufmerksam machte und an der Weltmeisterschaft in Katar teilnahm, gilt als eines der größten Talente Afrikas. Sein Marktwert ist durch die internationale Bühne weiter gestiegen. Der potenzielle Rekordtransfer unterstreicht die wachsende Bedeutung afrikanischer Spieler auf dem globalen Transfermarkt. In den kommenden Tagen sollen weitere Gespräche zwischen RB Leipzig und Real Madrid stattfinden. Diomande selbst zeigt sich professionell und absolviert weiterhin das Training. Ob der Transfer letztlich zustande kommt, bleibt abzuwarten.

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