Dompé-Aus beim HSV: Was hinter der Freistellung steckt
Dompé-Aus beim HSV: Freistellung erklärt

Der Hamburger SV hat die Trennung von Jean-Luc Dompé eingeleitet. Der 30-Jährige reist nicht mit ins Trainingslager. Offiziell ist er „für Gespräche über seine Zukunft freigestellt“, wie der Verein mitteilte. Doch hinter den Kulissen sind die Würfel längst gefallen: Trainer Merlin Polzin und die Klubführung sehen in Dompé keinen sportlichen Mehrwert mehr.

Dompé war in seiner Anfangszeit beim HSV ein Publikumsliebling. Seit seinem Wechsel im Sommer 2021 brachte er Tempo und Kreativität ins Offensivspiel. Die Anhänger feierten seine Dribblings und seine direkte Spielweise. Doch die vergangene Saison verlief für den Franzosen enttäuschend. Immer wieder warf er sich in Zweikämpfe, überzeugte aber nicht konstant. Auch Verletzungen bremsten ihn aus, und die Konkurrenz im Kader wuchs.

Offizielle Freistellung: Ein Signal an den Spieler und den Markt

Die Freistellung ist im Profifußball ein gängiges Mittel, um einen geordneten Abschied vorzubereiten. Der HSV erlaubt Dompé damit, Gespräche mit anderen Vereinen zu führen, ohne dass dieser noch am Mannschaftstraining teilnimmt. Gleichzeitig wird der offizielle Kader fürs Trainingslager verkleinert. Für Dompé bedeutet das: Er ist aussortiert, obwohl sein Vertrag in Hamburg noch läuft.

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Der Klub setzt in der neuen Saison auf andere Kräfte. Trainer Polzin hat in der Vorbereitung bereits angekündigt, dass er auf Spieler baut, die hundertprozentig überzeugen. Dompé fällt durch dieses Raster. Entscheidend ist, dass der HSV diese Entscheidung nicht kurzfristig getroffen hat. Laut Informationen der BILD haben die Verantwortlichen den Schlussstrich längst gezogen, bevor die Freistellung offiziell bekannt wurde.

Der Absturz eines einstigen Publikumslieblings

Wie kam es dazu? In den ersten Monaten nach seinem Wechsel schien Dompé auf dem Weg, zu einem der besten Flügelspieler der 2. Bundesliga zu werden. Er erzielte wichtige Tore, legte Vorlagen auf und erarbeitete sich ein hohes Ansehen. Doch diese Zeiten sind vorbei. In der letzten Spielzeit wirkte er oft fahrig, Entscheidungen im letzten Drittel gelangen ihm seltener. Auch die taktische Disziplin war zu oft nicht vorhanden, was Trainer Polzin nicht verborgen blieb.

Die BILD schildert in ihrer Analyse, dass der Verein keinen Grund mehr sieht, auf Dompé zu setzen. Die sportliche Perspektive sei zu gering, das Gehalt zu hoch für die gezeigten Leistungen. Diese Einschätzung ist nachvollziehbar, auch wenn der HSV sich offiziell nur auf die Freistellung beruft. Fakt ist: Dompé steht nicht mehr im Fokus der Planungen. Die Trennung ist damit wohl nur noch eine Frage der Zeit.

Welche Optionen hat Dompé noch?

Für Dompé beginnt nun eine ungewisse Zeit. Er muss sich einen neuen Verein suchen, idealerweise schon in diesem Wechsel-Transferfenster. Denkbar sind ein Abnehmer aus der 2. Bundesliga, ein Auslandswechsel nach Frankreich oder Belgien oder ein Leihgeschäft. Auch eine Vertragsauflösung im beiderseitigen Einvernehmen wäre eine Option. Entscheidend ist, dass Dompé möglichst schnell Spielpraxis bekommt, um für einen Wechsel attraktiv zu bleiben.

Die kommenden Tage werden zeigen, ob sich ein Interessent meldet. Sollte dies nicht geschehen, droht Dompé ein Jahr auf der Tribüne. Der HSV plant längst ohne ihn, und die Rückennummer könnte neu vergeben werden. Trainer Polzin wünscht sich eine Lösung, und auch Dompé wird an einem Wechsel interessiert sein, um seine Karriere zu retten. Der Volkspark bleibt für ihn jedenfalls Geschichte.

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