Demokratieprojekt „Demokratini-Bambini“ an Kita in Adelzhausen
Demokratieprojekt an Kita in Adelzhausen

In der Kindertagesstätte in Adelzhausen ist ein besonderes Projekt gestartet: Unter dem Namen „Demokratini-Bambini“ lernen die Kinder spielerisch, was Demokratie bedeutet. Das Projekt soll den Kleinsten vermitteln, dass ihre Meinung wichtig ist und sie mitentscheiden können.

Hintergrund und Ziele des Projekts

Das Projekt wurde von der Erzieherin Sabine Müller ins Leben gerufen. Sie betont: „Kinder sollen früh lernen, dass ihre Stimme zählt und sie etwas bewirken können.“ In der Kita gibt es nun regelmäßige Kinderkonferenzen, bei denen die Kinder über Themen abstimmen, die ihren Alltag betreffen. Das können Spielplatzgestaltung, Essenswünsche oder Ausflugsziele sein.

Die Kita-Leitung zeigt sich begeistert: „Die Kinder sind mit Feuereifer dabei. Sie lernen nicht nur, wie Abstimmungen funktionieren, sondern auch, Kompromisse zu schließen und die Meinung anderer zu akzeptieren.“

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Umsetzung im Alltag

In den wöchentlichen Kinderkonferenzen werden aktuelle Anliegen besprochen. Die Erzieherinnen und Erzieher moderieren die Runden und helfen den Kindern, ihre Wünsche zu formulieren. Anschließend wird demokratisch abgestimmt – mit Handzeichen oder Stimmzetteln, je nach Alter der Kinder.

Ein Beispiel: Die Kinder konnten kürzlich darüber abstimmen, welches neue Spielgerät für den Außenbereich angeschafft werden soll. Nach einer lebhaften Diskussion entschieden sie sich für eine Nestschaukel. „Das war ein echtes Erfolgserlebnis für die Kinder“, berichtet Müller. „Sie sehen, dass ihre Entscheidung umgesetzt wird.“

Partizipation als pädagogischer Ansatz

Das Projekt ist Teil eines größeren pädagogischen Konzepts, das Partizipation in den Mittelpunkt stellt. Die Einrichtung möchte den Kindern demokratische Grundwerte vermitteln, die sie ein Leben lang begleiten. „Demokratie beginnt im Kleinen“, sagt die Leiterin. „Wenn Kinder erfahren, dass sie mitbestimmen können, entwickeln sie ein Bewusstsein für Mitverantwortung und Toleranz.“

Die Resonanz bei Eltern und Gemeinde ist positiv. Viele Eltern berichten, dass ihre Kinder zu Hause von den Konferenzen erzählen und sogar bei Familienentscheidungen mitreden wollen. Das Projekt stößt auch über die Kita-Grenzen hinaus auf Interesse: Andere Einrichtungen in der Region haben bereits angefragt, wie sie das Konzept übernehmen können.

Ausblick und weitere Schritte

Die Verantwortlichen planen, das Projekt auszuweiten. So sollen künftig auch Eltern in die Kinderkonferenzen einbezogen werden, etwa bei der Planung von Festen. Zudem ist ein „Demokratie-Tag“ geplant, an dem die Kinder spielerisch mehr über Wahlen und politische Prozesse lernen.

Sabine Müller ist überzeugt: „Kinder sind die Zukunft unserer Demokratie. Wenn wir ihnen früh zeigen, wie wichtig ihre Beteiligung ist, legen wir den Grundstein für eine starke Zivilgesellschaft.“

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