Dreikampf ums Union-Tor: Wer wird Lustrinellis Nummer 1?
Dreikampf ums Union-Tor: Wer wird Nummer 1?

Wie kurios der Fußball manchmal sein kann, hat sich bei Union Berlin in der vergangenen Saison gezeigt. Carl Klaus (32), feste Nummer 3 im Tor der Eisernen, kam plötzlich zu seinem Bundesliga-Debüt. Gegen Leipzig wurde er vier Spieltage vor Schluss eingewechselt, weil sich Frederik Rönnow (33) eine Adduktorenverletzung zuzog.

Klaus überzeugt auf ganzer Linie

Klaus bewies, dass er mehr als nur die Nummer drei sein kann: Nach sechs Spielen ohne Sieg verhalf er Union zu drei Punkten gegen Mainz. Am letzten Spieltag hielt er gegen Augsburg die Null – und bereitete zwei Tore mit langen Abschlägen vor. Nach dem Spiel sagte der Torwart: „Ich spiele unheimlich gern Fußball, mir machen auch Spiele in Stadien Spaß. Es gab diese Saison eine klare Reihenfolge, jetzt wird ein neuer Trainer kommen.“

Lustrinelli plant Systemwechsel

Ändert der neue Trainer Mauro Lustrinelli (50) die Rangfolge? Der Schweizer soll die Köpenicker nicht nur auf Erfolgskurs bringen, sondern auch das Spielsystem ändern – offensiver und mit mehr Tempo nach vorn. Außerdem bevorzugt Lustrinelli Torhüter, die mitspielen können. Dass Klaus das kann, hat er gegen Augsburg bewiesen. Über seine Spiele sagt er selbstbewusst: „Über vier Spiele habe ich gezeigt, dass ich nicht nur Bundesliga spielen kann, sondern auch gut Bundesliga spielen kann. Daraus nehme ich ganz viel Selbstvertrauen mit. Ich fühle mich bestärkt in dem, wie ich arbeite, und in dem, wie ich Fußball sehe und lebe.“

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Rönnows Stärken und Schwächen

Stamm-Torhüter Rönnow ist zwar eine Legende bei den Eisernen und hält seit Jahren sicher den Kasten sauber. Aber: Aktiv mitspielen gehört nicht zu seinen Stärken. Traut sich Lustrinelli, alles schnell umzuwerfen, könnte der neue Trainer neue Wege einschlagen.

Raab hofft auf seine Chance

Der Kampf ums Tor ist allerdings ein Dreikampf. Denn vor Klaus stand in der Rangfolge eigentlich noch Matheo Raab (27), der mit einer Handverletzung das Saisonende verpasste. Der Ex-Hamburger war im vergangenen Sommer nach Köpenick gekommen, um sich an Rönnow vorbeizukämpfen und den Dänen zu beerben. Nun hofft er auf seine Bewährungschance unter dem neuen Trainer.

Haben Sie Fehler entdeckt? Möchten Sie etwas kritisieren? Dann schreiben Sie uns gerne!

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration