Erste Runde bei Viertligist Rhynern: Das ist Gonthers Pokal-Traum mit Dynamo
Dynamo-Sportchef Sören Gonther kam als Spieler nie über die 2. Runde des DFB-Pokals hinaus. Nun hofft er, mit den Dresdnern endlich die 3. Runde zu erreichen. Der Zweitligist trifft in der 1. Runde auf Westfalia Rhynern – ein absolutes Novum für beide Teams.
Bei der Auslosung im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund mussten die Dresdner viel Geduld aufbringen, denn Losfee und Schiri-Legende Deniz Aytekin (47) zog die Begegnung erst als viertletzte der insgesamt 32 Partien.
Wer ist der SV Westfalia Rhynern?
Der Verein kommt aus dem gleichnamigen Stadtteil von Hamm in Westfalen, rund 20 Kilometer nordöstlich von Dortmund. Das Team wurde in dieser Saison Meister der Oberliga Westfalen und steigt damit in die Regionalliga West auf. Der bekannteste Name dürfte der des Trainers sein: Zur kommenden Saison übernimmt Mario Stiepermann (35). Der Ex-Profi kickte unter anderem bei Borussia Dortmund, Alemannia Aachen, Energie Cottbus, Greuther Fürth, VfL Bochum und Norwich City.
Gespielt wird am Wochenende um den 23./24. August. Allerdings ist noch unklar, wo. Denn die Kümpel + Hellmeister Arena im Westfalia-Sportpark, in der Rhynern seine Heimspiele austrägt, fasst gerade einmal 2500 Zuschauer. Möglicherweise wird nach einem Ausweichstadion gesucht.
Favoritenrolle klar, Spielort nicht
Klar ist dagegen: Dynamo Dresden ist definitiv der Favorit, das weiß auch Sören Gonther. „Die erste Runde gegen unterklassige Gegner ist immer eine Pflichtaufgabe. Aber wir wissen alle, dass es da auch manchmal schwer ist, Fußball zu spielen“, sagte der Sportchef zuletzt im Dynamo-Podcast.
Gonther, der es als Spieler bei 15 Anläufen nie auch nur in die 3. Runde geschafft hat, fügte hinzu: „Der Pokal ist etwas anderes, da müssen wir dann auch die Mentalität dafür haben. Es wäre natürlich herausragend, im DFB-Pokal mal einen Weg zu gehen. Das haben andere Mannschaften schon gezeigt. Und ich würde mich freuen, wenn ich es wenigstens mal auf der anderen Seite in die 3. Runde schaffen würde.“
Ein Erfolg wäre auch finanziell extrem lukrativ. Allein für die erste Runde gibt es vom DFB über 200.000 Euro, in Runde zwei winkt bereits mehr als das Doppelte. Und in der 3. Runde würden sogar satte 850.000 Euro fließen!



