Till Neininger: Dynamo-Leihgabe war auch Tennis-Ass in Niedersachsen
Dynamo-Leihgabe Neininger war auch Tennis-Ass

Dynamo Dresden hat sich mit Till Neininger (19) ein vielversprechendes Talent gesichert. Der Innenverteidiger kommt auf Leihbasis vom VfL Wolfsburg und soll in Dresden erste Profi-Erfahrung sammeln. Neininger, der gerade sein Abitur bestanden hat, war U19-Kapitän beim VfL und spielt seit der U16 für deutsche Nachwuchs-Nationalmannschaften.

Warum wechselt ein Top-Talent nach Dresden?

„Ich kenne Dynamo nur als großen Traditionsverein. Wenn da eine Anfrage kommt, ob du wechseln willst, ist das super interessant“, erklärt Neininger im Trainingslager der Sachsen in Österreich. „Nach den Gesprächen war ich mir schnell sicher, dass ich das machen will. Gerade der Trainer ist für einen jungen Spieler die wichtigste Personalie. Ich kenne die Vergangenheit von Thomas Stamm, auch wie er in Freiburg mit jungen Spielern umgegangen ist.“

Der gebürtige Münchner, der seit 2018 in Wolfsburg kickt, sieht bei Dynamo größere Chancen auf Spielzeit. „Ich weiß, wie der VfL tickt. Sie haben den Druck, wieder hoch zu müssen. Auch deshalb habe ich mich für Dresden entschieden mit einem kleineren Kader und anderen Ambitionen.“

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Konkurrenzkampf in der Innenverteidigung

Neininger ist bewusst, dass Dynamo auf seiner Position ebenfalls aufgerüstet hat. „Ich komme als 19-Jähriger, der noch kein Pflichtspiel bei den Herren bestritten hat, sicher nirgendwo ohne Konkurrenzkampf in die zweite Liga. Dem will ich mich einfach stellen und sehe trotzdem die Chancen, auf Spielminuten zu kommen. Genau das ist mein Ziel.“

Wolfsburg-Routinier Maximilian Arnold (32) hat ihn in seinem Entschluss bestärkt. „Wir hatten schon eine Bindung beim VfL, weil er sich immer die jungen Spieler geschnappt hat. Seine Meinung über Dynamo will ich nicht verraten. Aber da ich jetzt hier bin, kann es keine negative gewesen sein“, sagt Neininger schmunzelnd.

Vom Tennisplatz auf den Fußballplatz

Dass Neininger überhaupt eine Fußballkarriere einschlägt, war vor acht Jahren noch nicht klar. Denn er war auch ein sehr guter Tennisspieler und schaffte es sogar in die Landesauswahl Niedersachsens. „Wir sind eine Tennis-Familie, Vater, Mutter und Schwester spielen es alle“, verrät Neininger. „Als aber das Angebot von Wolfsburg kam, konnte ich nicht nein sagen. Weil die Doppelbelastung zu viel geworden wäre, habe ich mit Tennis aufgehört. Außerdem fand ich Mannschaftssport immer besser.“

Sein zwei Jahre jüngerer Bruder tritt in seine Fußstapfen und spielt ebenfalls beim VfL Wolfsburg. „Wir sind beide sehr eng, weil er so ein bisschen in meine Fußstapfen tritt und jetzt auch beim VfL spielt.“

Zukunft in Dresden?

Vielleicht liegt die Zukunft von Till Neininger nicht in Wolfsburg, sondern in Dresden. Immerhin wurden von sechs Leihspielern der vergangenen Saison vier von Dynamo fest verpflichtet. Neininger: „Das ist definitiv ein Anreiz.“

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