England enteilt der Bundesliga: Wucht der Toptransfers
England enteilt der Bundesliga bei Toptransfers

Die Women's Super League (WSL) in England hat die Bundesliga im internationalen Vergleich abgehängt. Mit Rekordablösen und Topverpflichtungen wie Naomi Girma für eine Million Euro setzt die englische Liga neue Maßstäbe. Während die deutschen Klubs bei Transfers kaum mithalten können, investieren englische Vereine massiv in internationale Stars.

Rekordtransfer nach England

Der Wechsel von Naomi Girma vom San Diego Wave FC zu Chelsea London sorgte im Januar für Aufsehen: Rund eine Million Euro Ablöse zahlten die Londoner für die US-Verteidigerin – ein Rekord für den Frauenfußball. Auch andere englische Klubs wie Arsenal, Manchester City und Manchester United investieren kräftig. Allein in der vergangenen Transferperiode gaben die WSL-Klubs über 20 Millionen Euro für neue Spielerinnen aus.

Bundesliga verliert den Anschluss

Die Bundesliga kann da nicht mithalten. Der FC Bayern München meldete zwar mit der Verpflichtung von Lena Oberdorf vom VfL Wolfsburg einen Bundesliga-Rekordtransfer, doch die Ablöse von rund 400.000 Euro bleibt weit hinter den englischen Summen zurück. „Die Schere zwischen England und Deutschland geht immer weiter auseinander“, sagt DFB-Sportdirektorin Nia Künzer. „Wir müssen uns etwas einfallen lassen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.“

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Auswirkungen auf die Nationalmannschaft

Die finanzielle Schieflage hat auch sportliche Folgen. Viele deutsche Nationalspielerinnen wechseln ins Ausland, um sich sportlich und finanziell weiterzuentwickeln. Zuletzt zog es Giulia Gwinn zum FC Arsenal, wo sie deutlich höhere Gehälter bezieht als in Freiburg. Experten befürchten, dass die Bundesliga mittelfristig zur Ausbildungsliga verkommt und die Nationalmannschaft an Qualität verliert.

UEFA und Verbände gefordert

Um den Anschluss nicht zu verlieren, fordern Vereine und Verbände eine Reform der Champions League und eine stärkere Vermarktung der Frauen-Bundesliga. Die UEFA hat bereits angekündigt, die Prämien für den Frauen-Wettbewerb zu erhöhen. „Wir brauchen eine nachhaltige Finanzierung, um mit England und auch Spanien mithalten zu können“, betont Künzer. Ob die Bemühungen ausreichen, wird sich in den kommenden Transferperioden zeigen.

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