Enzo Fernandez verteidigt Argentiniens Spielweise nach WM-Finale
Enzo Fernandez lobt Argentiniens Spielweise nach Finale

Die argentinische Nationalmannschaft steht nach dem WM-Finale 2026 im Zentrum heftiger Kritik. Vor allem die überharte Spielweise und wiederholte Provokationen des Teams sorgten international für Empörung. Lothar Matthäus, Rekordspieler und TV-Experte, kommentierte bei RTL/Sky: „Das war kein Fußball, den ich sehen möchte.“ Auch ntv.de-Experte Arie van Lent zeigte sich verärgert: Die Argentinier gingen ihm mit ihrer Herangehensweise „auf den Keks“.

Enzo Fernandez mit Gelb-Rot vom Platz

Enzo Fernandez, Mittelfeldspieler des FC Chelsea, war einer der Hauptakteure der umstrittenen Szenen. In der Nachspielzeit der regulären Spielzeit sah er nach einem Foulspiel die Gelb-Rote Karte und musste vorzeitig vom Platz. Nach dem Schlusspfiff eskalierte die Situation weiter: Leandro Paredes geriet in mehrere Rangeleien, griff Spaniens Gavi am Leibchen, traf ihn mit der Hand im Gesicht und schubste ihn zu Boden. Zuvor hatte er bereits Eric Garcia geschubst.

Zunächst wurde über eine mögliche Rote Karte nach der Partie spekuliert. Die FIFA erklärte jedoch später laut BBC, dass es in diesem Moment keine disziplinarischen Maßnahmen gegen Paredes gegeben habe. Der ehemalige Nationalspieler Thomas Hitzlsperger zeigte sich entsetzt: „Ich dachte, die paraguayische Mannschaft ist schlecht aufgetreten, aber Paredes, Fernandez, Otamendi und die ganze Truppe? Ekelhafte Sportler“, schrieb er bei X.

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Fernandez lobt „Stolz und Bescheidenheit“

Enzo Fernandez selbst zog auf Instagram ein völlig anderes Fazit. „Seit Jahren präsentiert sich diese Mannschaft auf die beste Art und Weise“, schrieb der 25-Jährige. Das Team zeige, dass es beim Wettkampf nicht nur ums Gewinnen gehe, „sondern darum, alles für das Trikot zu geben und niemals aufzugeben“. Selbstkritik suchte man vergebens. Die Mannschaft habe immer ihre Verantwortung übernommen und ihr Bestes gegeben, „die Farben mit Stolz, Bescheidenheit und Engagement verteidigt“, ergänzte Fernandez.

Auf die Gelb-Rote Karte ging er nicht ein. Stattdessen bedankte sich der Profi bei den argentinischen Fans für die Unterstützung und erklärte, es sei die größte Ehre seiner Karriere, das argentinische Trikot zu tragen. Er werde „weiterhin jedes Mal alles geben, wenn ich es verteidigen darf“. Ein Satz, der wie eine Drohung klingt.

Tradition der Härte: Argentiniens Spielweise

Die Diskussion um Argentiniens Spielstil ist nicht neu. Bereits in früheren Turnieren sorgte die Mannschaft mit taktischen Fouls und Provokationen für Aufsehen. Experten wie Matthäus und van Lent kritisieren, dass diese Taktik den Fußball verunstalte. Für Fernandez und seine Teamkollegen scheint sie jedoch Teil einer erfolgreichen Identität zu sein – eine Haltung, die die Kontroversen wohl weiter anheizen wird.

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