Der 1. FC Nürnberg (FCN) steht vor einer großen Veränderung: Ab 2028 soll das Max-Morlock-Stadion umgebaut werden. Während dieser Zeit benötigt der Club ein Ausweichstadion mit rund 25.000 Plätzen. Nun zeichnen sich zwei konkrete Standorte in der Region ab: Roth und Ansbach.
Roth: Ehemaliges Leoni-Gelände als Favorit
In Roth hat Bürgermeister Andreas Buckreus (SPD) von sich aus den Kontakt zum FCN gesucht. Das ehemalige Leoni-Gelände umfasst zehn Hektar und bietet Platz für ein Interimsstadion. Die gute Verkehrsanbindung über die B2, A9, A6 und die S-Bahn spricht für den Standort. Zudem hat Roth Erfahrung mit Großveranstaltungen, etwa der Triathlon-Challenge. Ein weiterer Pluspunkt: Die Schweizer Tribünenbaufirma Nüssli, die auf temporäre Stadien spezialisiert ist, hat ihren Sitz in Roth. Die Fraktionen im Stadtrat und das Landratsamt sind eingebunden, erste Gespräche vor Ort haben bereits stattgefunden. Nun beginnt die Prüfphase.
Ansbach: Messegelände als Alternative
Auch Ansbach zeigt Interesse, den FCN für zwei bis drei Jahre zu beheimaten. Das ehemalige Messegelände umfasst fünf Hektar und verfügt über 400 Parkplätze. In den kommenden Tagen ist ein Ortstermin mit Vertretern der Stadt und des Clubs geplant. Details zur Machbarkeit stehen noch aus.
Entscheidung in den kommenden Monaten
Der FCN prüft neben diesen beiden Standorten auch Optionen innerhalb Nürnbergs. Die endgültige Entscheidung soll in den nächsten Monaten fallen. Ziel ist es, ein Stadion zu finden, das den Anforderungen des Zweitligisten für die Übergangszeit gerecht wird.



