Der Streit um die legendären Logenplätze im Aztekenstadion von Mexiko-Stadt ist offenbar beigelegt. Rund eine Woche vor dem Eröffnungsspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 hat der Stadionbetreiber Ollamani rund 63 Millionen US-Dollar an die FIFA überwiesen. Mit dieser Summe werden die Tickets für die Inhaber von Dauerkarten und Logenplätzen abgegolten, die ursprünglich ein kostenloses Besuchsrecht für alle Veranstaltungen bis zum Jahr 2065 hatten.
Hintergrund des Konflikts
Das Aztekenstadion, das bereits 1970 und 1986 Schauplatz von WM-Eröffnungsspielen und Endspielen war, sollte auch 2026 das Eröffnungsspiel ausrichten. Doch ein 99-Jahresvertrag, der den Besitzern von 600 Logen und 8000 einzelnen Sitzplätzen freien Eintritt zu allen Events garantierte, führte zu einem Rechtsstreit. Der Stadionbetreiber hatte es versäumt, die FIFA über diese Sonderregelung zu informieren, aus Angst, dass das Stadion andernfalls nicht als Spielort ausgewählt würde.
Gerichtliche Auseinandersetzungen
Die Dauerkarteninhaber, organisiert in der AMTPP, zogen vor Gericht, um ihre Rechte durchzusetzen. Als Reaktion verboten die FIFA und Ollamani das Mitbringen eigener Speisen und Getränke und boten teure Verpflegungspakete an. Zudem drohten sie mit Stadionverboten bei Weiterverkauf der Karten. Beide Maßnahmen wurden jedoch gerichtlich gestoppt.
Einigung und Ausblick
Mit der Zahlung von 63 Millionen Dollar scheint der Konflikt nun beigelegt. Das Aztekenstadion wird somit wie geplant das Eröffnungsspiel der WM 2026 ausrichten. Mexiko ist in diesem Jahr nur einer von drei Gastgebern, neben den USA und Kanada. Das Stadion liegt auf über 2200 Metern Höhe, was für die Spieler eine besondere Herausforderung darstellt.



