WM 2026: Fifa löscht sieben Millionen Hasskommentare im Netz
Fifa löscht sieben Millionen Hasskommentare bei WM 2026

Der Fußball-Weltverband Fifa hat während der Weltmeisterschaft 2026 massiv gegen Hasskommentare in sozialen Netzwerken vorgegangen. Insgesamt wurden über sieben Millionen potenziell schädliche oder beleidigende Beiträge erfasst und entfernt. Das gab die Fifa am Samstag bekannt.

14-mal mehr Hass als bei der WM 2022

Die Zahl der gelöschten Kommentare ist im Vergleich zur WM 2022 in Katar drastisch gestiegen. Damals waren es rund 470.000 – heuer sind es fast 14-mal so viele. Zudem meldete die Fifa über 200.000 beleidigende und einschüchternde Beiträge und Kommentare und leitete entsprechende Maßnahmen ein. Zum Vergleich: Bei der WM vor vier Jahren waren es lediglich 19.600 Fälle.

Über 1.000 besonders schwerwiegende Drohungen wurden den zuständigen Behörden, einschließlich Strafverfolgungsbehörden, gemeldet. Seit Turnierbeginn hat der Dienst mithilfe von Künstlicher Intelligenz mehr als 53 Millionen Beiträge und Kommentare moderiert.

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Social Media Protection Service im Einsatz

Mit dem Social Media Protection Service (SMPS) hatte die Fifa einen speziellen Dienst eingerichtet, um Spieler, Trainer, Schiedsrichter und Offizielle vor Hass, Beleidigungen und Drohungen zu schützen. Ziel war es, den Teilnehmern zu ermöglichen, sich auf den Fußball zu konzentrieren, ohne nach jedem Spiel mit einer Welle aus Hasskommentaren konfrontiert zu werden. Gleichzeitig sollten auch Fans nicht ständig diskriminierende oder bedrohliche Inhalte in ihren sozialen Netzwerken sehen.

Fifa setzt auch auf Anti-Rassismus-Kampagnen

Neben dem digitalen Schutz engagierte sich die Fifa während der WM mit mehreren Initiativen. Mit der Anti-Rassismus-Kampagne „Zuhören, Flagge zeigen und engagieren“ setzte der Verband ein Zeichen gegen Diskriminierung. Die Initiative „Be Active“ sollte Kinder zu mehr Bewegung motivieren. Unter dem Motto „Vereint für Bildung“ sammelte die Fifa Spenden für den Fifa/Global-Citizen-Bildungsfonds. Mit der Initiative „Vereint für Frieden“ würdigte die Fifa Menschen, die sich mithilfe des Fußballs für Frieden und gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzen.

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