Fifa verschwieg sieben Warnhinweise zu verdächtigen Wetten bei der WM
Fifa verschwieg sieben Warnhinweise zu Wetten bei WM

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko hat die „Group of Copenhagen“, ein vom Europarat gegründetes internationales Expertengremium zur Bekämpfung von Spielmanipulationen, sieben sogenannte gelbe Warnhinweise auf mögliche Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit Sportwetten identifiziert. Die Fifa hatte diese Hinweise in ihrer offiziellen Stellungnahme zur Integrität des Turniers nicht erwähnt.

Gelbe Warnstufe: Erste Anzeichen, aber keine konkreten Manipulationen

Laut dem Bericht der „Group of Copenhagen“ wurden bei der Überwachung aller 104 WM-Partien sieben gelbe Hinweise registriert. Gelb ist die niedrigste Warnstufe und weist auf Anhaltspunkte möglicher Unregelmäßigkeiten hin, die weitere Prüfungen nach sich ziehen. Die beiden höheren Warnstufen Orange (konkrete Verdachtsmomente) und Rot (eindeutige oder sehr starke Hinweise auf Manipulationen) wurden während des Turniers nicht ausgelöst. Die Gruppe betonte, dass es keine konkreten Hinweise auf tatsächlich manipulierte Spiele gegeben habe.

Fifa-Integritätsbericht: Keine Erwähnung der gelben Hinweise

Die Fifa erklärte am Dienstag, dass ihre Integritätsarbeitsgruppe auf Basis aller gesammelten und ausgewerteten Daten „weder verdächtige Wettaktivitäten noch Anzeichen für Spielmanipulationen im Zusammenhang mit irgendeiner Partie“ festgestellt habe. Die sieben gelben Warnhinweise blieben in dieser Stellungnahme unerwähnt. Der Weltverband hob stattdessen die enge Zusammenarbeit innerhalb der Arbeitsgruppe hervor, der auch die „Group of Copenhagen“ angehörte. Dadurch hätten „potenzielle Hinweise auf Spielmanipulationen sowie etwaige Maßnahmen fachkundig, koordiniert und rasch beurteilt werden“ können.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Herausforderungen bei der Überwachung größerer Turniere

Die „Group of Copenhagen“ wies darauf hin, dass die auf 48 Teams erweiterte WM einen deutlich höheren Überwachungsaufwand erforderte. Im Fokus standen Wettmärkte, Quotenbewegungen und die Entfernung verdächtiger Wettangebote. Für die WM 2030, bei der möglicherweise 64 Teams teilnehmen werden, müsse mit einer noch größeren Anzahl zu überwachender Partien gerechnet werden. Die Organisation betonte die Notwendigkeit, die Überwachungskapazitäten weiter auszubauen, um auch bei künftigen Turnieren die Integrität des Wettbewerbs zu gewährleisten.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration