Die SpVgg Greuther Fürth hat in der Sommerpause einen radikalen Umbruch vollzogen. Gleich 14 Spieler haben den Verein verlassen, zwölf neue sind gekommen. In diesem Wirbel sollen drei Akteure als unantastbare Größen gelten und die Mannschaft führen. Sportdirektor Stephan Fürstner betont: „Diese drei sind das Fundament, auf dem wir aufbauen wollen.“
Die unantastbaren Säulen
Bei den Fürthern sind es vor allem die erfahrenen Kräfte, die den Neuaufbau tragen sollen. Dazu zählen Kapitän Branimir Hrgota, Torhüter Jonas Urbig und Innenverteidiger Oualid El Hankouri. Sie sollen nicht nur sportlich überzeugen, sondern auch als Führungspersönlichkeiten auf und neben dem Platz vorangehen.
Hrgota, mit 31 Jahren der älteste Feldspieler im Kader, hat bereits über 200 Zweitligaspiele absolviert. Er kennt die Liga wie kaum ein anderer und soll die jungen Neuzugänge integrieren. Urbig, erst 20 Jahre alt, gilt als eines der größten Torwarttalente Deutschlands. Er wurde vom SC Freiburg ausgeliehen und soll sofort die Nummer eins sein. El Hankouri, der vom 1. FC Magdeburg kam, bringt mit seinen 27 Jahren ebenfalls Routine und Stabilität in die Abwehr.
Der XXL-Umbruch im Detail
Der Kaderumbruch war notwendig, weil die Vorsaison mit Platz 14 enttäuschend endete. Trainer Jan Siewert, der im März übernahm, forderte eine tiefgreifende Veränderung. So verließen unter anderem Stammkräfte wie Julian Green, Max Christiansen und Sebastian Griesbeck den Verein. Auf der anderen Seite wurden zwölf Neuzugänge verpflichtet, darunter mehrere U-21-Nationalspieler.
Sportdirektor Fürstner erklärt: „Wir haben bewusst auf junge, hungrige Spieler gesetzt, die sich weiterentwickeln wollen. Gleichzeitig brauchen wir aber auch erfahrene Anker, die den jungen Spielern Halt geben.“ Genau diese Anker sind Hrgota, Urbig und El Hankouri.
Die Rolle der Führungsspieler
Trainer Siewert setzt darauf, dass die drei Führungsspieler die neuen Mitspieler schnell integrieren. Besonders Hrgota als Kapitän ist gefordert: „Er ist der verlängerte Arm von mir auf dem Platz“, so Siewert. „Er spricht viel, organisiert und ist mit seiner Erfahrung unersetzlich.“
Auch Urbig soll trotz seines jungen Alters Verantwortung übernehmen. „Jonas hat eine unglaubliche Ausstrahlung und ist trotz seines Alters schon sehr abgeklärt“, lobt Siewert. El Hankouri wiederum soll mit seiner Zweikampfstärke und seinem Spielaufbau die Abwehr stabilisieren.
Die Erwartungen an die Saison
Die Erwartungen an die Mannschaft sind nach dem Umbruch verhalten. Das Ziel lautet, nichts mit dem Abstiegskampf zu tun zu haben und sich in der oberen Tabellenhälfte zu etablieren. „Wir wissen, dass es eine junge Mannschaft ist, die Zeit braucht“, sagt Fürstner. „Aber wir sind überzeugt, dass das Potenzial da ist, um eine gute Rolle zu spielen.“
Die Fans hoffen, dass die drei unantastbaren Spieler die Mannschaft durch die schwierige Anfangsphase führen. Der Auftakt in die neue Saison wird zeigen, ob die Rechnung aufgeht. Die ersten Testspiele verliefen vielversprechend, auch wenn die Gegner nicht allzu hochkarätig waren.
Die Konkurrenz in der 2. Bundesliga
Die 2. Bundesliga wird in dieser Saison als besonders stark eingeschätzt. Mit Absteigern wie dem 1. FC Köln und Darmstadt 98 sowie ambitionierten Aufsteigern wie Preußen Münster wird die Konkurrenz groß sein. Fürth muss also von Beginn an auf dem Punkt sein, um nicht ins Hintertreffen zu geraten.
Dennoch zeigt sich die sportliche Leitung optimistisch. „Wir haben einen klaren Plan und die richtigen Spieler dafür“, betont Fürstner. „Die drei unantastbaren Spieler sind der Kern, um den wir das Team aufbauen.“ Ob dieser Plan aufgeht, wird sich ab dem ersten Spieltag gegen den 1. FC Nürnberg zeigen – ein Derby, das gleich für Spannung sorgt.



