RB Leipzigs Klub-Chefin Tatjana Haenni (59) hat sich überraschend deutlich zum bevorstehenden Abgang von Jürgen Klopp (59) geäußert. Die Schweizerin, die seit dem 1. Januar 2024 als CEO bei den Sachsen arbeitet, zeigte sich am Rande des ersten Trainings von Neotrainer Martín Demichelis (45) gelassen: „Jürgen Klopp war für uns eine Art Berater. Wir haben viel miteinander gesprochen. Er hat begleitet. Dass es dann einen Wechsel gibt, trifft uns hier bei RB Leipzig nur indirekt. Wir wollen genau gleich weiterarbeiten – ob mit oder ohne Jürgen Klopp.“
Haenni: Kein Druck bei Nachbesetzung
Haenni betonte, dass die Dynamik im Fußballgeschäft Teil des Alltags sei: „Die Dynamik ist einfach Teil dieses Geschäfts. Da sind wir nicht wirklich überrascht. Manchmal passieren unerwartete Dinge ganz plötzlich. Auf sowas ist man wie auch immer vorbereitet, weil man ja weiß, dass es eben eintreffen kann.“ Sie sieht keinen Grund zur Eile bei der Suche nach einem Ersatz für Klopp: „Natürlich freut man sich immer, wenn man Expertise um sich herum hat. Ich glaube auch, man ist einfach besser, je mehr Expertise man auf verschiedenen Ebenen hat. Aber wir fühlen uns jetzt nicht so, dass wir morgen sofort jemand Neuen haben müssen.“
Demichelis hinterlässt positiven Eindruck
Der Argentinier Demichelis, der auf den ruhigen Norddeutschen Ole Werner (38) folgt, hinterließ bei Haenni einen starken ersten Eindruck. „Wir haben uns heute zum ersten Mal getroffen. Er ist sehr sympathisch, umgänglich und offen. Man spürt auch direkt die Energie. Das ist eine andere Persönlichkeit, die jetzt hier mit uns ist. Und darauf freuen wir uns auch“, sagte Haenni. Sie verfolgte die Trainingseinheit an der Rasenkante neben Finanzgeschäftsführer Florian Hopp (46) und Nachwuchschef David Wagner (54), der Trauzeuge von Jürgen Klopp war.
Transfers: Haenni bleibt gelassen
Neben der Trainersituation beschäftigt Haenni auch die Transferpolitik. Mit Leihspieler Brajan Gruda (22) wurde am Montag der dritte Neuzugang verpflichtet. Allerdings hinkt die sportliche Leitung dem internen Einnahmeziel bei Spielerverkäufen hinterher – nach BILD-Informationen sind 113 Millionen Euro angepeilt. Haenni sieht das entspannt: „Manchmal ist es so, dass es auf der einen Seite schneller geht, als auf der anderen. Wenn jetzt die reine Transfersummen-Balance noch nicht ganz stimmt, dann ist das so. Aber das sollte sich in den nächsten paar Wochen noch in eine andere Richtung verändern.“



