Bei seiner letzten Militärparade zum französischen Nationalfeiertag hat Präsident Emmanuel Macron ein starkes Zeichen der Unterstützung für die Ukraine gesetzt. An der Spitze des Aufmarschs auf den Pariser Champs-Élysées marschierten 500 Soldaten aus Mitgliedsländern der sogenannten Koalition der Willigen, die das von Russland angegriffene Land unterstützen. Darunter befanden sich auch deutsche Soldaten. Die Kunstflugstaffel „Patrouille de France“ wurde von zwei Mirage-Kampfjets mit französisch-ukrainischer Besatzung begleitet.
Selenskyj und Merz als Ehrengäste
Auf der Ehrentribüne verfolgte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Parade gemeinsam mit rund 30 weiteren Staats- und Regierungschefs der Koalition der Willigen. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz gehörte zu den Ehrengästen. Zuletzt hatte 2019 die damalige Kanzlerin Angela Merkel an der Parade in Paris teilgenommen.
Koalition der Willigen bekräftigt Unterstützung
Bereits am Vorabend hatte die von Frankreich und Großbritannien angeführte Koalition der Willigen bei einem Treffen in Paris ihren Willen zur weiteren militärischen Unterstützung der Ukraine bekräftigt. Neben der Zusage weiterer Waffenlieferungen und einer Zusammenarbeit bei der Raketenabwehr kündigte Macron erste gemeinsame Manöver der Koalition an. Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk erklärte in Paris, dass diese Militärmanöver im Herbst in Polen stattfinden sollen. Beteiligt seien Truppen aus Frankreich, Großbritannien und Polen.
Frankreich erinnert am Nationalfeiertag an den Sturm auf die Bastille im Jahr 1789, der als symbolischer Beginn der Französischen Revolution gilt.



