Hannover 96 besiegt Osnabrück 2:1: Roggow als Joker
Hannover besiegt Osnabrück 2:1: Roggow als Joker

Hannover 96 hat sein fünftes Testspiel der Saisonvorbereitung mit 2:1 gegen Zweitliga-Aufsteiger VfL Osnabrück gewonnen. Den Siegtreffer erzielte Franz Roggow per Kopf in der 68. Minute – nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung für den verletzten Boris Tomiak. Der Sieg war glücklich, denn die Mannschaft von Trainer Christian Titz tat sich im XXL-Test über 2x60 Minuten in Iserlohn schwer.

Verletzung von Tomiak und Joker Roggow

Abwehrchef Boris Tomiak musste in der 66. Minute verletzt ausgewechselt werden. Für ihn kam Franz Roggow, der wegen seiner eleganten Spielweise „Kaiser“ und „Beckenbauer“ genannt wird. Zwei Minuten später köpfte er eine Flanke von Hayate Matsuda am langen Pfosten zum 2:1 ein. Roggow machte nicht nur wegen seines Tores eine starke Partie.

In den ersten 75 Minuten spielte bei Hannover die mutmaßliche A-Elf. Offensiv hatten Lars Gindorf und seine Kollegen gute Aktionen, doch die Abwehr um Neuzugang Jean Hugonet (mit Kapitänsbinde) wirkte verunsichert. Torwart Pascal Loretz verhinderte mehrfach einen Rückstand. In der Anfangsphase tauchte Osnabrücks Stürmer Robin Meißner zweimal frei vor dem 96-Tor auf: In der 5. Minute schoss er nach einer Kopfballvorlage von Bastian Allgeier drüber, in der 13. Minute scheiterte er nach einem Ballverlust von Stefan Thordarson an Loretz.

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Glückliche Führung und Ausgleich

Hannovers beste Chance in der ersten Hälfte vergab Mustapha Bundu (25.), der freistehend weit danebenschoss. Bundu (seit der 13. Minute mit einem Handverband) leitete dann die glückliche 1:0-Führung ein: Seine abgefälschte Flanke netzte Benjamin Källman in der 35. Minute ein. Thordarson hatte die Kugel lang auf den rechten Flügel geschlagen, Theo Janotta sprang unter der Flanke durch. Kurz darauf fiel fast das 2:0: Lars Gindorf steckte auf Kolja Oudenne durch, der den Ball an das rechte Lattenkreuz knallte (39.).

Bryan Henning traf in der 53. Minute zum hochverdienten Ausgleich. Der ehemalige Braunschweiger vernaschte vor dem Strafraum Allgeier und Hugonet und traf aus 17 Metern unhaltbar zum 1:1. Kurz nach der Halbzeitpause vergab Leon Opitz (63.) die Riesenchance zum 2:1 für Osnabrück – die Restverteidigung von Hannover passte nicht, Allgeier verteidigte allein gegen drei Osnabrücker.

Glücklicher Sieg und Ausblick

Nach 75 Minuten wechselte Trainer Titz komplett, auch Osnabrück brachte neue Spieler. Opitz vergab in der 92. Minute das mögliche 2:2, schoss freistehend vorbei, und in der 199. Minute traf er das Lattenkreuz. Am Ende blieb es beim glücklichen Sieg für Hannover 96 – dank Loretz und Roggow.

Neben den Verletzten Benedikt Pichler (Achillessehne), Husseyn Chakroun (Schulter-OP), Leo Weinkauf (Einblutung im Knie) und Virgil Ghita (Muskel-Sehnen-Verletzung) saßen auch der wechselwillige Daisuke Yokota (Knieschmerzen) und Maurice Neubauer (muskuläre Probleme) auf der Tribüne des Homberg-Stadions. Ursprünglich sollte die Partie unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, weil die Polizei Sicherheitsbedenken hatte.

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