WM-Aus: Hass-Kommentare gegen Norweger Sörloth nach vergebener Chance
Hass-Kommentare gegen Norweger Sörloth nach WM-Aus

Nach dem Aus Norwegens im Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft gegen England ist Stürmer Alexander Sörloth Ziel massiver Hasskommentare in den sozialen Medien geworden. Seine Partnerin Lena Selnes veröffentlichte auf Instagram eine Reihe von Nachrichten, die sie und ihren Partner erreicht hatten. Darunter fanden sich Aufrufe zu Selbstmord und Gewaltandrohungen. „Bitte begehe Selbstmord, du Idiot“, lautete eine der Nachrichten. Ein anderer Nutzer schrieb: „Sag deinem Mann, dass er Norwegen verlassen und von einer Klippe springen soll.“ Eine weitere Drohung lautete: „Ich werde ihn töten.“

Vergebene Chance im Spiel gegen England

Die norwegische Nationalmannschaft war am Samstag in Miami mit 1:2 nach Verlängerung gegen England ausgeschieden. In der ersten Halbzeit, beim Stand von 1:0 für die Skandinavier, hatte Sörloth eine vielversprechende Gelegenheit ausgelassen. Er zögerte beim Abspiel auf seinen Teamkollegen Erling Haaland, was die Chance zunichtemachte. Diese Szene könnte der Auslöser für die Hasskommentare gewesen sein. Sörloth, der einst für RB Leipzig in der Bundesliga spielte und seit 2024 für Atlético Madrid in Spanien stürmt, geriet dadurch in die Kritik.

Partnerin macht Hass öffentlich

Lena Selnes schrieb zu den veröffentlichten Kommentaren: „Die WM und der Fußball bringen Freude, aber auch viel Hass. Ich möchte dem eigentlich nicht viel Aufmerksamkeit geben, aber ich muss das nach diesen Kommentaren tun.“ Sie machte damit auf die extreme Form der Anfeindungen aufmerksam, die Sportler und ihre Familien im digitalen Raum erleben. Die Kommentare zeigen eine besorgniserregende Entwicklung von Hetze und Drohungen im Kontext sportlicher Ereignisse. Sörloth selbst äußerte sich zunächst nicht zu den Vorfällen.

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