Heldt erklärt: Darum läuft Unions Vorbereitung so holprig
Heldt: Darum läuft Unions Vorbereitung so holprig

Union Berlin steckt in einer schwierigen Vorbereitungsphase. Sechs Testspiele in Folge ohne Sieg – das ist die magere Bilanz vor dem Saisonstart. Manager Horst Heldt hat nun die Gründe für die holprige Vorbereitung genannt und dabei auch über den Druck gesprochen, der auf ihm lastet.

Heldt: „Wir sind mitten in einem Prozess“

Am Dienstagvormittag saß Horst Heldt in einer Ecke im Vorhof des Teamhotels im österreichischen Aigen im Ennstal. Der 56-Jährige wirkte ruhig, fast schon entspannt, trotz der schwierigen Ergebnisse. „Wir sind mitten in einem Prozess“, sagte Heldt. „Die Mannschaft ist neu zusammengesetzt, es gibt viele neue Abläufe. Das braucht Zeit.“

Die Bilanz der Vorbereitung ist ernüchternd: In sechs Testspielen gelang kein einziger Sieg. Zuletzt gab es eine Niederlage gegen einen Zweitligisten. Heldt will die Ergebnisse jedoch nicht überbewerten. „Testspiele sind dazu da, um Dinge auszuprobieren. Die Ergebnisse sind zweitrangig“, erklärte er.

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Neue Spieler, neue Systeme – das braucht Zeit

Union Berlin hat im Sommer mehrere neue Spieler verpflichtet. Diese müssen erst integriert werden. Hinzu kommt ein neues System, das Trainer Steffen Baumgart einführen will. „Es ist normal, dass es da holpert“, so Heldt. „Wir arbeiten intensiv an den Abläufen, aber das geht nicht von heute auf morgen.“

Die Mannschaft trainiert derzeit im Trainingslager in Österreich. Dort steht vor allem die taktische Feinabstimmung im Fokus. „Wir haben viele Einheiten, in denen wir intensiv arbeiten. Die Spieler ziehen voll mit“, berichtete Heldt.

Heldt spricht offen über Druck

Auf die Frage nach dem Druck, der auf ihm als Manager lastet, antwortete Heldt offen: „Natürlich spüre ich Druck. Das gehört zu diesem Job dazu. Aber ich lasse mich davon nicht verrückt machen. Ich weiß, was wir können.“

Heldt betonte, dass die Verantwortlichen bei Union Berlin einen klaren Plan verfolgen. „Wir haben eine Vorstellung davon, wie wir spielen wollen. Daran arbeiten wir konsequent.“

Auftakt gegen den Meister?

Zum Saisonstart wartet auf Union Berlin direkt eine schwere Aufgabe. Der Gegner ist der amtierende Meister. Heldt will den Druck vor dem ersten Pflichtspiel jedoch nicht erhöhen. „Wir schauen nur auf uns. Wir wollen unsere Ideen umsetzen und dann sehen wir, was dabei herauskommt.“

Die Fans von Union Berlin hoffen derweil, dass die Mannschaft rechtzeitig in Form kommt. Die Vorbereitung war zuletzt von vielen Verletzungen und Wechseln geprägt. Heldt bleibt jedoch gelassen: „Wir haben noch ein paar Tage Zeit. Dann müssen wir bereit sein.“

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