Beim Hamburger SV herrscht Rätselraten um die Form von Stürmer Robert Glatzel. Der 30-Jährige, in der Vorsaison noch mit 19 Treffern Torschützenkönig der 2. Bundesliga, kommt in der laufenden Saison nur schwer in Tritt. Nach zehn Spieltagen steht lediglich ein Tor zu Buche. Trainer Steffen Baumgart reagiert nun mit einer besonderen Maßnahme: Nachhilfe für den Sorgen-Star.
Individuelles Training für Glatzel
Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, absolviert Glatzel seit einigen Tagen individuelle Zusatzeinheiten nach dem regulären Mannschaftstraining. Dabei arbeitet er gezielt an seiner Abschlussschwäche und Laufwegen im Strafraum. Baumgart betont: „Robert ist ein wichtiger Spieler für uns. Wir müssen ihm das Vertrauen zurückgeben, das er braucht.“ Die Statistik untermauert die Krise: Glatzel benötigt im Schnitt 312 Minuten pro Tor, während er in der Vorsaison nur 142 Minuten pro Treffer benötigte.
Ursachen für die Formkrise
Die Gründe für den Leistungseinbruch sind vielschichtig. Zum einen laborierte Glatzel im Sommer an einer hartnäckigen Muskelverletzung, die ihn in der Vorbereitung zurückwarf. Zum anderen hat sich das Spielsystem des HSV verändert. Baumgart setzt verstärkt auf schnelle Umschaltbewegungen, was dem klassischen Strafraumstürmer weniger zuspielt. Hinzu kommt die mangelnde Chancenverwertung der gesamten Mannschaft: Der HSV erzielte in den letzten fünf Spielen nur vier Tore.
Baumgart bleibt gelassen
Trotz der Torflaute zeigt sich Baumgart optimistisch. „Robert arbeitet hart und wird seine Tore machen. Wir müssen geduldig sein“, erklärte der Trainer. Auch die Mannschaft steht hinter dem Stürmer. Kapitän Sebastian Schonlau sagte: „Robert ist ein absoluter Profi. Er wird seinen Weg zurück finden.“ Am kommenden Wochenende empfängt der HSV den Tabellensechsten SC Paderborn – eine Gelegenheit für Glatzel, die Trendwende einzuleiten.



