Carl Zeiss Jena hat sich für das anstehende Derby warm geschossen. Die Thüringer besiegten am Dienstagabend vor 5514 Zuschauern in der ad hoc-Arena den Aufsteiger Eintracht Stahnsdorf mit 4:0 (2:0). Der Sieg fiel deutlich aus, doch die Leistung war nicht durchgehend überzeugend.
Frühe Führung durch Jenaer Nachwuchstalent
Mann des Tages war der erst 18-jährige Emilio Munser aus der eigenen Akademie. Bereits in der elften Minute tunnelte er Stahnsdorfs Torhüter Felix Güldner zur Führung – die Vorarbeit kam von Mailk Talabidi. Nur zwanzig Minuten später stibitzte Munser den Ball an der Strafraumkante von Ernes Smailović und erhöhte mit einem platzierten Schuss auf 2:0 (30.). Damit war die Partie früh entschieden.
Spielbestimmend, aber mit Luft nach oben
Carl Zeiss war das spielbestimmende Team und erspielte sich weitere Chancen. So tauchte Elias Löder nach Zuspiel von Manassé Eshele frei vor Güldner auf, scheiterte aber am Keeper (19.). Auffällig: Auch im dritten Saisonspiel fiel es den Thüringern schwer, kreative Momente im Spielaufbau zu entwickeln. Vieles wirkte zufällig, eine klare Spielidee war kaum erkennbar.
Einwechsler sorgen für klaren Endstand
Nach der Pause kamen die Ergänzungsspieler zum Zug. Kevin Lankford traf per Freistoß ins linke Eck zum 3:0 (48.). Jannes Werner zog später aus 26 Metern ab – der Ball schlug unhaltbar ein, weil Güldner nicht reagierte (69.). Der Schlussmann der Brandenburger erwischte einen rabenschwarzen Tag.
Blick voraus: Derby gegen Erfurt
Am Sonntag steht für Carl Zeiss das große Thüringenderby gegen Erzrivale Rot-Weiß Erfurt an. Deren Trainer Fabian Gerber beobachtete die Partie gemeinsam mit Teammanager Patrick Ecke und machte sich Notizen. Rot-Weiß muss am Mittwoch zunächst gegen Tasmania Berlin ran, ehe die Derby-Vorbereitung beginnt. Jena hat einen Tag mehr Zeit zur Regeneration.



