Nach einem Unfall mit drei Leichtverletzten auf der Autobahn 6 im Saarpfalz-Kreis sucht die Polizei den flüchtigen Verursacher. Ein Autofahrer hatte nach Angaben der Beamten am Mittag zwischen der Anschlussstelle St. Ingbert-Rohrbach und dem Autobahnkreuz Neunkirchen mehrere Fahrzeuge rechts überholt und anschließend andere Verkehrsteilnehmer ausgebremst. Dabei sei es in Fahrtrichtung Mannheim zu dem Unfall gekommen, bei dem auch erheblicher Sachschaden entstanden sei.
Rücksichtslose Fahrweise mit Folgen
Der Vorfall ereignete sich am heutigen Dienstag gegen Mittag. Der unbekannte Fahrer soll zunächst mehrere Autos rechts überholt haben, was auf deutschen Autobahnen grundsätzlich verboten ist. Anschließend bremste er offenbar gezielt andere Fahrzeuge aus, was letztlich zu einem Auffahrunfall führte. Drei Personen wurden bei dem Zusammenstoß leicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. Der Sachschaden wird als erheblich eingeschätzt, konkrete Zahlen nannten die Beamten zunächst nicht.
Zeugen gesucht
Bei dem Auto des Verursachers handelte es sich nach Zeugenangaben vermutlich um einen weißen Pkw mit Saarbrücker Kreiskennzeichen (SB). Die Polizei ermittelt nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und Unfallflucht. Die Beamten bitten Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder Hinweise auf den flüchtigen Fahrer geben können, sich bei der Polizei zu melden. Hinweise nimmt die Polizeiinspektion in St. Ingbert entgegen.
Rechtsüberholen: Gefahr und Bußgeld
Rechtsüberholen ist auf Autobahnen in Deutschland nicht nur gefährlich, sondern auch teuer: Wer dabei erwischt wird, muss mit einem Bußgeld von mindestens 100 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen. Kommt es zu einem Unfall, drohen höhere Strafen sowie strafrechtliche Konsequenzen wegen Gefährdung des Straßenverkehrs. Im vorliegenden Fall könnte dem flüchtigen Fahrer zudem eine Anzeige wegen Unfallflucht drohen, was mit Freiheitsstrafe oder Geldstrafe geahndet werden kann.



