US-Gericht kippt Amazon-Sperre für Perplexity-KI
US-Gericht kippt Amazon-Sperre für Perplexity-KI

Der KI-gesteuerte Einkaufsassistent von Perplexity darf künftig voraussichtlich doch auf der Plattform des Online-Handelsriesen Amazon eingesetzt werden. Ein US-Berufungsgericht hob am Dienstag ein vorläufiges Verbot auf, das dem Unternehmen Perplexity den Einsatz seines KI-Assistenten bei Amazon untersagt hatte. Das Gericht in San Francisco erklärte, dass Amazon mit seiner Klage wegen eines mutmaßlichen Verstoßes gegen ein US-Gesetz zur Computerkriminalität wahrscheinlich keinen Erfolg haben werde.

Erstes Urteil eines Bundesberufungsgerichts zu KI-Agenten

Das Urteil ist das erste eines Bundesberufungsgerichts zu der Frage, ob KI-Agenten im Auftrag von Nutzern legal auf Online-Plattformen zugreifen dürfen. Dies dürfte weitreichende Folgen für die wachsende Branche der KI-Werkzeuge haben, die mit geringer menschlicher Überwachung Aufgaben wie das Surfen und Einkaufen im Internet selbstständig ausführen können.

Das Gericht begründete seine Entscheidung damit, dass nicht Perplexity selbst, sondern die Nutzer der KI-Agenten auf die Amazon-Plattform zugegriffen hätten. Damit liege kein unbefugter Zugriff auf Computer und Daten vor. Diese rechtliche Einordnung könnte wegweisend für ähnliche Fälle sein, in denen Unternehmen wie OpenAI oder Google vergleichbare KI-Agenten anbieten.

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Reaktionen von Amazon und Perplexity

Amazon teilte mit, man sei mit der Entscheidung nicht einverstanden, bleibe jedoch für das weitere Verfahren zuversichtlich und prüfe die nächsten Schritte. Perplexity erklärte, das Unternehmen werde weiter für das Recht der Internetnutzer kämpfen, die KI ihrer Wahl zu nutzen.

Branchenbeobachter sehen in dem Urteil einen potenziellen Meilenstein: Es könnte den Weg für eine neue Generation von KI-Einkaufsassistenten ebnen, die Preise vergleichen, Produkte bewerten und Bestellungen autonom ausführen. Analysten schätzen, dass der Markt für KI-Agenten im Onlinehandel bis 2030 auf über 100 Milliarden US-Dollar anwachsen könnte.

Auswirkungen auf den Onlinehandel

Die Entscheidung dürfte auch Auswirkungen auf andere große Plattformen haben, die ähnliche Zugriffe bislang unterbinden. Expertinnen und Experten erwarten, dass nun weitere KI-Unternehmen ihre Agenten auf Shopping-Plattformen anbieten werden. Verbraucher könnten künftig verstärkt KI-Assistenten nutzen, um Produkte zu finden und zu kaufen, was den Wettbewerb im E-Commerce verändern könnte.

Amazon hat jedoch die Möglichkeit, Berufung einzulegen oder andere rechtliche Schritte zu prüfen. Das Verfahren ist noch nicht endgültig abgeschlossen, und es bleibt abzuwarten, wie sich die Rechtslage weiterentwickelt.

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