Klose über Dreierkette beim FCN: Grundsätzlich nicht, aber flexible Taktik
Klose: Dreierkette nicht grundsätzlich, aber flexibel

Trainer Miroslav Klose (48) plant für seine dritte Saison beim 1. FC Nürnberg eine taktische Flexibilität, die über die Grundordnung hinausgeht. Nachdem in diesem Transfersommer alle vier Stammverteidiger – Koudossou, Gruber, Lochoshvili und Yilmaz – den Club verlassen haben, stellt sich die Frage, ob Klose erneut das Abwehrsystem umstellt. In den vergangenen zwei Jahren wechselte der Weltmeister bereits mehrfach: In seiner ersten Spielzeit führte er von einer Vierer- auf eine Dreierkette um, um den damaligen Kapitän Robin Knoche (34, zuletzt Bielefeld) trotz Tempo-Problemen im Team zu halten. Nach einem Fehlstart in der Vorsaison kehrte er jedoch zur Viererkette zurück.

Keine feste Grundordnung, sondern Reaktion auf den Gegner

Auf die Frage nach einer möglichen Rückkehr zur Dreierkette antwortete Klose: „Also grundsätzlich nicht, aber mit Ball ist ganz viel möglich. Das ist ein bisschen meine Philosophie: Dass wir kein festes System haben, sondern sehen, ob der Gegner mit ein, zwei oder drei Spitzen anläuft und dementsprechend reagieren.“ Diese Aussage unterstreicht Kloses Ansatz, dass die taktische Ausrichtung nicht starr sein soll, sondern sich an den Gegebenheiten des Spiels orientiert.

Für die Spieler bedeutet dies, dass sie bei ausreichend Platz „flach rausspielen“ sollen. Steigt der Druck des Gegners, ist vorgesehen, „auch mal eine Linie zu überspielen“. Diese flexible Herangehensweise soll die Mannschaft in der kommenden Saison unberechenbarer machen.

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Flexibilität auch im Angriff: 4-1-3-2 als eine Option

Doch nicht nur in der Defensive möchte Klose variieren. „Ich habe zwei, drei Systeme fest im Kopf. Je nachdem, auf welches System wir dann auch treffen. Die Liga hat gezeigt, dass es viele Variationen gibt und viele switchen können. Aber wir wollen versuchen, denen zu 60, 70 Prozent unser Spiel aufzudrücken“, erklärte der Coach. Eine dieser Grundordnungen ist das 4-1-3-2, das der FCN bereits im ersten Testspiel gegen den TSV Kornburg (10:0) einsetzte.

Der Club-Coach betont, dass die Mannschaft nicht nur reaktiv agieren, sondern aktiv ihr Spiel durchsetzen soll. Die Vorbereitung umfasst mehrere Testspiele und ein Trainingslager, um die neuen Systeme zu festigen.

Vorbereitungstermine und Saisonstart

Die Testspiele des FCN in der Vorbereitung: Samstag, 11. Juli, 18 Uhr: Test bei der SpVgg Ansbach (Regionalliga); Samstag, 18. Juli, 17 Uhr: Test gegen Waldhof Mannheim (3. Liga) in Roth; 19. bis 26. Juli: Trainingslager in Gais (Südtirol); Samstag, 25. Juli, 16 Uhr: Test gegen den FC Palermo (2. Liga Italien) in Natz-Schabs; Samstag, 1. August, 13 Uhr: Test gegen Real Oviedo (2. Liga Spanien); Sonntag, 9. August, 13.30 Uhr: 1. Spieltag gegen Dynamo Dresden; Samstag, 15. August, 13 Uhr: 2. Spieltag bei Greuther Fürth; Samstag, 22. August, 15.30 Uhr: 1. Runde im DFB-Pokal bei Viktoria Köln (3. Liga).

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