Klose: Nürnbergs Kusanovic muss sich noch für Profis beweisen
Klose: Kusanovic muss sich noch für Profis beweisen

Gais – Tino Kusanovic (18), Stürmertalent des 1. FC Nürnberg, hat auch in diesem Sommer den Sprung in den Profikader verpasst. Cheftrainer Miroslav Klose (48) nominierte stattdessen die Nachwuchsspieler Tobias Heß (20), Khalid Abu El Haija (20) und Marc Kornwachs (17) für das Trainingslager in Südtirol. Kusanovic, der mit der kroatischen U19-Nationalmannschaft jüngst im EM-Halbfinale gegen Spanien stand, muss sich nach Ansicht von Klose noch weiterentwickeln.

Kusanovic blühte in der Rückrunde auf

Der gebürtige Kroate hatte zum Ende der Regionalliga-Rückrunde stark aufgezeigt und acht Torbeteiligungen gesammelt. Auch bei der U19-EM überzeugte er. Dennoch reichte es nicht für eine Nominierung ins Profi-Trainingslager. Klose erklärte in Gais: „Wir haben uns klar dafür entschieden, dass es besser ist, dass Tino wieder eine feste Heimat hat, sonst springt er nur von den Mannschaften hin und her.“ Der wichtigere Punkt sei jedoch, dass Kusanovic „erst am Schluss der Regionalliga-Rückrunde in Gang gekommen ist und erst dann wieder mehr gespielt hat. Erst da hatte er dann mehr Selbstvertrauen, hat sich anders bewegt und so auch seine Tore gemacht.“

Klose fordert harte Arbeit und Konstanz

Für den deutschen WM-Rekordtorschützen war die Leistung noch nicht ausreichend für eine Trainingslager-Teilnahme. „Man muss es sich hart erarbeiten, hierher mitzufahren. Das hat er phasenweise geschafft, aber dann konnte er das nicht mehr auf einem gewissen Level zeigen.“ Klose betonte das junge Alter des Spielers: „Wir kennen natürlich sein Alter und dass er in einer Männermannschaft spielt. Da braucht er einfach noch ein bisschen Anpassung.“ Kusanovic hatte bereits mit 17 Jahren sein Profidebüt für den FCN gegen Köln (1:2) gefeiert.

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U23-Training angepasst

Um den Übergang von der Regionalliga zur 2. Liga zu erleichtern, hat U23-Coach Andreas Wolf (44) das Training angepasst. Klose dazu: „Wir haben jetzt alles mit der U23 ein wenig zusammengefügt, dass auch dort ähnlich trainiert wird wie bei uns – im Hinblick auf das Fitnesslevel, aber auch beim Programm.“ Ob diese Maßnahme Kusanovic trösten wird, bleibt fraglich. Der 18-Jährige muss weiterhin in der U23 um einen Platz im Profikader kämpfen.

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