VfL Wolfsburg: Koulierakis wechselt für 17 Mio. Euro zur AS Rom
Koulierakis verlässt Wolfsburg für 17 Mio. zur AS Rom
Der VfL Wolfsburg setzt seinen personellen Umbruch nach dem Abstieg in die 2. Bundesliga konsequent fort. Innenverteidiger Konstantinos Koulierakis wechselt zur AS Rom. Nach BILD-Informationen zahlt der italienische Hauptstadtklub rund 17 Millionen Euro Ablöse. Hinzu kommen mögliche Bonuszahlungen von einer Million Euro. Zudem sicherte sich Wolfsburg eine Weiterverkaufsbeteiligung von 20 Prozent an der Ablösesumme, falls Rom den 22-jährigen Griechen später gewinnbringend an einen anderen Klub abgibt. Damit kassieren die Niedersachsen für ihren einstigen Hoffnungsträger eine ordentliche Summe und können den Kaderumbau weiter vorantreiben. Koulierakis war im Sommer 2024 für 11,75 Millionen Euro von PAOK Saloniki nach Wolfsburg gekommen. In der vergangenen Saison erzielte er vier Tore in der Bundesliga, konnte die Erwartungen in der Defensive jedoch nicht vollständig erfüllen. Die gesamte Abwehr der Wölfe kassierte in der Spielzeit 2025/26 insgesamt 69 Gegentore – einer der Hauptgründe für den Abstieg. Roms Trainer Gian Piero Gasperini setzt dennoch auf den 1,88 Meter großen Abwehrspieler. Der Italiener sieht in dem griechischen Nationalspieler einen talentierten und entwicklungsfähigen Akteur, der in der Serie A den nächsten Schritt gehen soll.

Wolfsburg nach dem Abstieg: Kader wird radikal umgebaut

Der Transfer von Koulierakis ist bereits der dritte namhafte Abgang nach dem Abstieg. Vor wenigen Tagen hatte der VfL den Verkauf von Offensivspieler Lovro Majer bekannt gegeben. Der kroatische Mittelfeldspieler wechselt für sechs Millionen Euro zu AEK Athen. Außerdem wurde Däne Andreas Skov Olsen an den türkischen Klub Basaksehir FK verliehen. Diese Personalentscheidungen zeigen: Die sportliche Leitung unter Pirmin Schwegler arbeitet mit Hochdruck an der Neuausrichtung des Kaders. Sportdirektor Pirmin Schwegler kann mit dem Koulierakis-Deal einen dicken Posten von seiner Transferliste streichen. Doch es warten weitere Aufgaben. Mit Mohamed Amoura und Kamil Grabara stehen zwei weitere namhafte Spieler auf dem Verkaufszettel. Der VfL muss nach dem Gang in die 2. Bundesliga nicht nur sportlich, sondern auch finanziell umplanen. Die Einnahmen aus den Transfers sind dabei ein entscheidender Faktor, um den Etat zu entlasten und dennoch eine konkurrenzfähige Mannschaft zusammenzustellen.

Amoura und Grabara: Diese Personalfragen beschäftigen Schwegler

Besonders kompliziert gestaltet sich die Personalie Mohamed Amoura. Der algerische Stürmer, der den VfL nach dem Abstieg ebenfalls verlassen soll, kehrte nach seiner Teilnahme an der Weltmeisterschaft mit muskulären Problemen in den Wolfsburger Trainingsbetrieb zurück. Dem Vernehmen nach handelt es sich nicht um eine schwere Verletzung, sondern „nur“ um muskuläre Probleme. Ein bis zwei Wochen wird es dauern, bis der 26-Jährige wieder voll ins Mannschaftstraining einsteigen kann. Geht es nach den Verantwortlichen des VfL, müsste Amoura gar nicht mehr ins Mannschaftstraining zurückkehren. Der Algerier soll den Verein in diesem Sommer unbedingt verlassen. Doch anders als bei Koulierakis gibt es bislang keinen Interessenten, der bereit ist, die geforderte Ablöse zu zahlen. Die Verhandlungen gestalten sich schwierig, auch weil Amouras Vertrag und Gehaltsstruktur eine schnelle Lösung nicht begünstigen. Ähnlich sieht es bei Torhüter Kamil Grabara aus, dessen Wechsel ebenfalls noch nicht konkretisiert werden konnte. Auch hier sucht der Sportdirektor noch nach einem Abnehmer.

Koulierakis-Deal: Mehr als fünf Millionen Euro Gewinn für Wolfsburg

Für den VfL ist der Transfer von Koulierakis ein gutes Geschäft. Der Verein zahlte im Sommer 2024 eine Ablöse von 11,75 Millionen Euro an PAOK Saloniki. Nun fließen mindestens 17 Millionen Euro in die Kasse. Zusammen mit den möglichen Bonuszahlungen und der Weiterverkaufsbeteiligung lässt sich der Gewinn schwerer genau beziffern. Allein durch die garantierten Zahlungen ergibt sich ein Plus von über fünf Millionen Euro. Inklusive der Bonusklausel von einer Million Euro könnte der Erlös sogar auf 18 Millionen Euro ansteigen. Koulierakis selbst hinterlässt in Wolfsburg gemischte Erinnerungen. Vier Bundesligatore in seiner Premierensaison sind für einen Innenverteidiger ein beachtlicher Wert. Allerdings steht auch die schwache Defensivleistung der gesamten Mannschaft mit 69 Gegentoren in der Statistik. Bei der AS Rom soll er nun unter Coach Gian Piero Gasperini zu neuer Form finden. Der Serie-A-Klub sieht in ihm einen Innenverteidiger mit Perspektive, der langfristig gesetzt werden soll.

Was sagt der VfL zu den Transfers?

Offiziell wollte sich der VfL Wolfsburg zu den Details des Transfers zunächst nicht äußern. Nach BILD-Informationen ist die Einigung mit der AS Rom aber vollzogen. Die Wolfsburger Verantwortlichen um Sportdirektor Pirmin Schwegler hoffen, mit den Einnahmen weitere Zugänge für den Aufstiegskampf finanzieren zu können. Die Fans müssen sich jedoch auf einen langen Kaderumbau einstellen – der Abschied von Koulierakis dürfte nicht der letzte namhafte Abgang in diesem Sommer sein. Die kommenden Wochen werden zeigen, welche weiteren Spieler den Verein verlassen werden, und wie schnell die sportliche Führung den Kader für die Herausforderungen der 2. Bundesliga formen kann.