Mainz 05 startet mit viel Vorfreude, aber ohne große Träumereien in die neue Saison. Nach einer turbulenten vergangenen Spielzeit, in der die Mainzer nach der Qualifikation für die Conference League mit der Dreifachbelastung zu kämpfen hatten und lange um den Klassenerhalt bangen mussten, ist die Marschroute klar: Erst einmal wieder für Ruhe sorgen!
Bungert: Klassenerhalt als oberstes Ziel
Sportdirektor Niko Bungert (39) weiß genau, wo der Klub herkommt. Der Ex-Profi sagte mit Blick auf die neue Saison: „Wir sind im Kopf schon jetzt bei den ersten Spieltagen und wollen gut in die Saison starten. Wir müssen das weitermachen, was wir uns im vergangenen halben Jahr aufgebaut haben. Und wir müssen die neuen Spieler gut integrieren. Die sehr guten Saisons haben wir immer gespielt, wenn wir direkt am Anfang gut reingekommen sind.“
Die Zielsetzung des Klubs ist dabei bewusst defensiv. Bungert: „Das Ziel ist immer in erster Linie der Klassenerhalt – und das gerne so früh wie möglich. Am allerliebsten schon an Spieltag 26 oder so. Dann kann man schauen, was sonst noch so möglich ist.“ Heißt: Mainz plant, sich möglichst früh den Druck zu nehmen. Bungert sagt aber auch: „Wenn es wieder erst an Spieltag 32 klappt, ist das auch in Ordnung. Es ist jedes Jahr eine neue Herausforderung und man sieht, welche Teams es erwischen kann. Da wollen wir nicht dazugehören.“
Neuzugänge bleiben bescheiden
Auch die Neuzugänge geben sich bescheiden. Einer der wichtigsten neuen Männer ist Eric Martel (24), der vom 1. FC Köln kam und das zentrale Mittelfeld verstärken soll. Der ehemalige U21-Nationalspieler sagt: „Für mich ist erst einmal wichtig, dass ich mich gut in die Mannschaft integriere. Ich will spielen und am besten natürlich von Anfang an. Dafür muss man jeden Tag im Training seine Leistung bringen. Man muss es sich erarbeiten. Und genau das möchte ich machen.“
Auch Ransford Königsdörffer (24), der vom Hamburger SV nach Mainz wechselte, bleibt vorsichtig: „Unser ganz großes Ziel ist erst einmal der Klassenerhalt. Größere Ziele haben wir bislang nicht ausgemacht. Das ist die allerhöchste Priorität, und wenn wir ein paar Spiele vor Schluss noch mehr erreichen können, dann schauen wir, wo es hingehen kann.“
Lehren aus der Vorsaison
Klar ist also: In Mainz will niemand vom nächsten Europa-Abenteuer sprechen. Nach den Erfahrungen der vergangenen Saison soll zunächst eine solide Basis geschaffen werden. Erst wenn der Klassenerhalt möglichst früh gesichert ist, darf der Blick nach oben gehen. Trainer Urs Fischer (60) steht vor der Aufgabe, die Mannschaft zu stabilisieren und die Neuzugänge schnell zu integrieren.



