Freude in Mainz über Klopps Berufung
Die Nachricht schlug am Freitag ein wie eine Bombe: Jürgen Klopp (59) ist neuer Bundestrainer. Der ehemalige Liverpool- und Dortmund-Coach tritt die Nachfolge von Julian Nagelsmann an. In Mainz, wo Klopp seine Karriere als Spieler und Trainer prägte, ist die Freude riesig. Der FSV Mainz 05, für den Klopp von 1990 bis 2001 als Spieler auflief und von 2001 bis 2008 als Trainer wirkte, gratulierte umgehend. Sportvorstand Christian Heidel (63), der Klopp einst entdeckte und bis heute eng befreundet ist, sprach im Namen des Vereins: „Herzlichen Glückwunsch an Jürgen Klopp und Pete Krawietz und von Herzen alles Gute für ihre neue Aufgabe.“ Heidel betonte die enge Verbindung: „Aus Mainz drücken wir beiden die Daumen noch ein wenig fester, weil sie bei uns ihre herausragende Trainerlaufbahn begonnen haben – und dem Verein immer noch eng verbunden sind. Einmal Mainzer, immer Mainzer!“
Stürmer Tietz: Klopp kann Deutschland verändern
Auch die Spieler von Mainz 05 zeigen sich begeistert. Nach dem 3:0-Testspielsieg gegen Holstein Kiel am Samstag äußerte sich Stürmer Phillip Tietz (29) optimistisch: „Von Jürgen Klopp halte ich schon immer sehr viel. Ich habe da ein sehr gutes Gefühl, dass er Deutschland verändern kann. Wir müssen es schaffen, dass die Menschen wieder eins mit der Nationalmannschaft werden.“ Tietz spielt damit auf die enttäuschende WM an, bei der Deutschland früh ausschied. Klopp soll den Fußball in Deutschland wieder vereinen.
Trainer Fischer diplomatisch
Aktueller Mainz-Trainer Urs Fischer (60) zeigte sich gewohnt zurückhaltend: „Ich finde es eine gute Entscheidung. Ich fand es aber auch vorher schon gut. Wir wissen, wie das Geschäft läuft. Mal schauen, wo das hinführt.“ Fischer, der selbst erst seit kurzem in Mainz ist, kennt Klopp aus der gemeinsamen Zeit im deutschen Fußball. Klopps Amtszeit beginnt mit einem echten Härtetest: Am 24. September um 20:45 Uhr trifft die deutsche Nationalmannschaft in der Nations League auf die Niederlande – ausgerechnet in Amsterdam.
Klopps große Aufgabe
Klopp, der in Mainz den Grundstein für seine erfolgreiche Trainerkarriere legte und den Verein 2004 erstmals in die Bundesliga führte, steht vor der Herausforderung, die Nationalmannschaft nach dem WM-Debakel neu zu formieren. Die Mainzer hoffen, dass er den deutschen Fußball wieder an die Spitze bringt. Die enge Bindung zwischen Klopp und dem Verein bleibt bestehen – und die Daumen in Mainz werden fest gedrückt.



