Malek El Mala kehrt ins Profi-Training zurück
Malek El Mala (21) ist zurück im Profi-Training beim 1. FC Köln. Der ältere Bruder von FC-Star Said El Mala (19) hatte zuvor nur bei der U21 trainiert und sich nach einer langen Verletzungspause zurückgekämpft. Am Freitagvormittag standen beide Brüder erstmals seit langer Zeit wieder gemeinsam auf dem Platz beim Profi-Training.
Bruder-Joker als Trumpf für Saids Zukunft
Die Rückkehr von Malek könnte ein entscheidender Faktor im Kampf um Saids Verbleib in Köln sein. Said möchte am liebsten dauerhaft mit seinem Bruder zusammenspielen, wie die FC-Bosse um Thomas Kessler (40) wissen. Die Brüder wohnen bereits zusammen in einer WG in Köln und haben ein sehr enges Verhältnis. Der geplatzte 50-Millionen-Euro-Wechsel von Said zu Brentford soll unter anderem daran gescheitert sein, dass die Engländer Malek nicht mitverpflichten wollten.
Testspiel-Einsatz am Samstag
Vor dem ersten Test-Kick gegen den Bezirksligisten FC Rheinsüd Köln (Samstag, 11 Uhr) standen am Freitag beide Brüder gemeinsam im Profi-Training. FC-Coach René Wagner (38), der beim Trainingsauftakt zunächst auf Malek verzichtet hatte, begründete die Beförderung: „Wir haben ein Testspiel und müssen gucken, dass wir die Minuten gut verteilen. Wir haben mit Rav van den Berg zudem einen Spieler, der nicht zur Verfügung steht. Deshalb haben wir Spieler aus der U21 dazugenommen.“
Malek El Malas Chancen bei den Profis
Ob Malek langfristig bei den Profis bleibt, hängt von seinen Leistungen ab. Wagner sagte: „Alle Spieler aus der U21 haben die Chance, sich bei den Profis anzubieten. Alles andere werden wir sehen.“ Offen ist auch, ob Malek mit ins Trainingslager nach Kitzbühel (ab 31. Juli) fährt. Wagner: „Darüber haben wir noch nicht nachgedacht.“ Die Vereinigung der Brüder im Profi-Training könnte für Said ein Grund sein, noch eine Saison in Köln zu spielen.
Malek El Mala noch ohne Bundesliga-Einsatz
Malek, ein klassischer Mittelstürmer, hat beim FC – wie sein Bruder – Vertrag bis 2030. In seinem ersten FC-Jahr scheiterte die dauerhafte Bruder-Vereinigung früh. Unter Ex-Coach Lukas Kwasniok (45) war er nur gelegentlich beim Profi-Training dabei und spielte stattdessen für die U21 (11 Einsätze). Eine schwere Muskelverletzung warf ihn zurück, erst am Saisonende konnte er noch zwei Regionalliga-Partien bestreiten. Zuletzt überzeugte er in der U21 mit zwei Toren beim 6:1 gegen Gießen. Jetzt hat Malek die Chance, sich bei Wagner zu zeigen – um vielleicht doch noch mit seinem Bruder Said gemeinsam in der Bundesliga zu spielen.



