Marokko stürmt ins WM-Viertelfinale – Frankreich wartet
Marokko erreicht WM-Viertelfinale nach 3:0 gegen Kanada

Marokko hat das Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 erreicht. Die Mannschaft setzte sich im ersten Achtelfinale gegen Kanada mit 3:0 (0:0) durch und bestätigte damit ihren Status als eines der besten afrikanischen Teams der Geschichte. Bereits 2022 war Marokko Vierter geworden, nun steht es erneut unter den letzten Acht. Im Viertelfinale trifft das Team von Trainer Mohamed Ouahbi voraussichtlich auf Topfavorit Frankreich.

Ounahi glänzt als Doppeltorschütze

Matchwinner war Azzedine Ounahi, der beide Treffer erzielte. In der 50. Minute verwertete er eine Freistoßvariante per Direktabnahme flach ins Netz. In der 82. Minute legte er per Konter nach, nachdem Brahim Díaz ihn mustergültig bedient hatte. „Es war ein perfekter Abend für uns“, sagte Ounahi nach dem Spiel. Der Mittelfeldspieler war mit seinem Klub FC Girona in die zweite spanische Liga abgestiegen, doch die WM bot ihm die Bühne für eine starke Eigenwerbung.

Erste Hälfte von Karten geprägt

Die erste Halbzeit verlief torlos, aber nicht ereignislos. Schiedsrichter Michael Oliver verteilte vor der Pause sechs Gelbe Karten. Zudem musste er eine Rudelbildung nach einem Schubser von Achraf Hakimi gegen Richie Laryea schlichten (40. Minute). Kanada hatte zwar mehr Ballbesitz, doch Marokko ließ defensiv wenig zu.

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Saibari verletzt – Bayern München bangt

Ein Wermutstropfen für Marokko war die Verletzung von Ismael Saibari. Der Neuzugang des FC Bayern München musste bereits vor der ersten Trinkpause mit einer Oberschenkelverletzung ausgewechselt werden. Saibari hatte bis dahin eine herausragende WM gespielt: drei Tore und ein verwandelter Elfmeter gegen die Niederlande. Nun ist fraglich, ob er bis zum Viertelfinale wieder fit wird. Der FC Bayern verfolgt die Entwicklung mit Sorge.

Marokko lässt sich nicht aus dem Konzept bringen

Trotz des Ausfalls von Saibari zeigte Marokko eine geschlossene Mannschaftsleistung. Mit fortschreitender Spieldauer wurde das Team offensiv zielstrebiger. Kanada riskierte mehr, doch Marokkos Abwehr hielt stand. Den Schlusspunkt setzte Soufiane Rahimi in der 90.+7 Minute zum 3:0-Endstand.

Kanada trotz Niederlage stolz

Für Kanada endete die WM dennoch historisch: Erstmals überstand das Team die Gruppenphase und gewann ein K.o.-Spiel. „Wir waren die bessere Mannschaft“, sagte Trainer Jesse Marsch nach dem Spiel. „Was für eine unglaubliche Leistung. Stolzer könnte ich nicht sein.“ Allerdings war Alphonso Davies erneut nicht fit genug, um entscheidend zu helfen, und Ismaël Koné verletzte sich bereits in der Gruppenphase schwer.

Viertelfinale gegen Frankreich

Marokko ist nun das erste afrikanische Land, das bei zwei aufeinanderfolgenden WM-Turnieren das Viertelfinale erreicht. Die Mannschaft trifft im Viertelfinale auf Frankreich, sofern sich Paraguay nicht noch ein Fußballwunder erlaubt. Die Franzosen sind Topfavorit, doch Marokko hat bereits 2022 bewiesen, dass es gegen große Teams bestehen kann.

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