Sechs Tage nach der bitteren 0:1-Niederlage im WM-Finale gegen Spanien ist Lionel Messi erstmals wieder in der Öffentlichkeit aufgetaucht. Der 39-jährige Superstar besuchte in seiner Geburtsstadt Rosario ein Spiel des FC Leones de Rosario gegen Central Córdoba in der Primera C, der vierten argentinischen Liga. Messi trug eine dicke Winterjacke von Adidas und eine Kapuze über dem Kopf – erkannt wurde er dennoch sofort.
Auftritt in der Primera C
Die Fans vor Ort konnten ihren Augen kaum trauen. Der größte Fußballer aller Zeiten saß auf den Rängen eines Viertligaspiels. Messi signierte einige Autogramme und verfolgte die 0:2-Niederlage seines Heimatvereins. Es war sein erster öffentlicher Auftritt seit dem verlorenen Finale in East Rutherford, New Jersey.
Reise nach dem Finale
Direkt nach dem Schlusspfiff hatte Messi das Stadion verlassen, ohne sich den Medien zu stellen. Auch beim Empfang der Nationalmannschaft in Buenos Aires fehlte er am Dienstag. Die Mannschaft landete ohne ihren Kapitän auf dem internationalen Flughafen und fuhr im offenen Bus zum Trainingsgelände des Verbandes AFA in Ezeiza, wo sie von Fans gefeiert wurde. Laut übereinstimmenden Medienberichten flog Messi zunächst nach Miami, bevor er nach Rosario reiste.
Spekulationen um Karriereende
Das Turnier in den USA war Messis sechste Weltmeisterschaft für Argentinien. Nach der Niederlage stand er unter Tränen vor den eigenen Anhängern, was Spekulationen über einen möglichen Rücktritt aus der Nationalmannschaft anheizte. Mittelfeldspieler Leandro Paredes (32) deutete am Freitag an, dass Messi bereits entschieden haben könnte, das Spiel gegen Spanien als letztes im Nationaltrikot bestritten zu haben. „Ich glaube, er hatte sich bereits entschieden, dass es auch sein letztes Spiel in der Nationalmannschaft sein würde. Hoffentlich nicht, hoffentlich kann er weiter spielen. Das wird seine Entscheidung sein, was auch immer er tut, es wird ihn sicher glücklich machen und uns sicherlich auch, also hoffentlich, hoffentlich“, so Paredes.
Messi äußert sich auf Instagram
Messi selbst hatte sich einen Tag nach dem Finale auf Instagram zu Wort gemeldet und seine Zukunft offen gelassen. „Der Schmerz ist unermesslich, und diese Wunde braucht Zeit zum Heilen“, schrieb er. Im entscheidenden Spiel konnte er seiner Mannschaft nur wenige Impulse geben. Ob er weiter für Argentinien spielen wird, bleibt abzuwarten.



