Am Montag stand für Schalkes Torhüter Kevin Müller (35) Bälle schleudern statt fangen auf dem Programm – als Botschafter des amtierenden Football-Champions Seattle Seahawks war er in Düsseldorf bei einem Junioren-Flag-Turnier zu Gast.
Der beliebte amerikanische Sport ist mittlerweile auch in Deutschland etabliert und wird immer beliebter, auch dank Typen wie Müller, dessen Herz für zwei Sportarten schlägt. Er sagt: „Es ist mega, mir mal Flag Football anzuschauen! Oft klappt das leider wegen meines Terminplans nicht.“
Was der Fußball vom Football lernen kann
Müller: „Es gibt viele gute Gemeinsamkeiten, doch auch leichte Unterschiede. Fußball ist wahnsinnig leidenschaftlich, aber vor allem teambezogen. Football ist Familie, die meisten sind Fan des Sports. Das merkt man auch bei den Stadionbesuchen.“
Die Müllersche Hochstimmung war auch beim Football-Turnier spürbar. Ein Autogramm hier, ein Selfie da. Und natürlich: Fotos mit der Vince Lombardi Trophy, dem Pokal für den Sieger des Super Bowls. Dazu ein paar Würfe mit dem Spielball. Die Stimmung bei bestem Wetter gelöst. Kein Wunder: Gerade erst hat der langjährige Keeper von Heidenheim (330 Spiele, aktuell an Schalke verliehen) eine turbulente, aber erfolgreiche Saison hinter sich. In Heidenheim auf die Bank verwiesen, auf Schalke als Karius-Vertreter in vier Spielen die Meisterschaft gesichert – und wie seine Seahawks am Ende die Trophäe in die Luft gestreckt.
Müller vor Schalke-Unterschrift
Müller: „Ich habe mich in der Mannschaft und im Verein von der ersten Sekunde brutal wohl gefühlt. Als ich dazukam, lief es natürlich super, die Jungs waren auf Platz 1. Ich kannte von Beginn an meine Rolle. Es war meine Aufgabe, sie auch auf dem Platz zu erfüllen, wenn ich gefordert war und das Ganze nicht zu verkacken. Ich bin glücklich, dass ich meinen Teil dazu beitragen konnte, dass dieser großartige Verein wieder in der Bundesliga ist.“
Stand jetzt hat der gebürtige Rostocker noch einen Kontrakt bei seinem Stammverein. Doch nach Informationen dieser Redaktion sieht alles nach einem festen Wechsel nach Gelsenkirchen aus. Bis zum Trainingsstart (noch nicht terminiert) soll der Transfer in trockenen Tüchern sein. Müller: „Ich habe einen laufenden Vertrag in Heidenheim, wir sind in Gesprächen. Wir haben sowohl von Schalker als auch von meiner Seite aus gesagt, dass wir uns eine weitere Zusammenarbeit vorstellen können.“



