Paraguay wird für Deutschland im Sechzehntelfinale der WM heute Abend (22.30 Uhr/ZDF, MagentaTV und BILD-Liveticker) ein harter Brocken. Trainer Gustavo Alfaro (63) kündigt an: „Ich habe ein Team, das härter kämpft als alle anderen.“ Die defensive Stärke der Südamerikaner erinnert an Ecuador, das Deutschland in der Vorrunde mit 1:2 besiegte.
Paraguays Abwehr: eine harte Nuss
In der südamerikanischen WM-Qualifikation kassierte Paraguay nur zehn Tore in 18 Spielen. Das Team ist defensiv extrem stabil. Kapitän Gustavo Gómez (33/Palmeiras) richtete vor dem Spiel eine Kampfansage an Deutschland: „Das war noch lange nicht alles. Wenn ein Paraguayer daran glaubt, ist nichts unmöglich. Wir kämpfen mit ganzer Seele dafür, den Namen unseres Landes ganz nach oben zu bringen.“
Neben Gómez verteidigt der ehemalige Herthaner Omar Alderete (29/Sunderland), dessen Einsatz wegen Knieproblemen noch fraglich ist. Die Abwehrreihe gilt als schwer zu durchbrechen, ähnlich einer Paranuss – ein Vergleich, der sich vom nordbrasilianischen Bundesstaat Pará ableitet, nicht von Paraguay.
Der nervigste Profi der WM: Andrés Cubas
Im zentralen Mittelfeld spielt Andrés Cubas (30/Vancouver), der laut einer Fifa-Statistik zu defensiven Störaktionen der unangenehmste Gegenspieler der WM ist. Mit 37 Störaktionen – Zweikämpfe, Passweg-Zustellen und Gegenspieler-Behinderung – führt er das Ranking an. Zum Vergleich: Bester deutscher Profi ist Felix Nmecha mit 20 Störaktionen. Cubas ist Teamkollege von Thomas Müller bei Vancouver.
Neben Cubas ackert normalerweise Diego Gómez (23/Brighton) im Mittelfeld, der jedoch gelbgesperrt fehlt. Dafür kehrt Schlüsselspieler Miguel Almirón (32/Atlanta) zurück. Der langjährige Premier-League-Profi (sechs Jahre bei Newcastle) hatte im zweiten Gruppenspiel gegen die Türkei (1:0) Rot gesehen, weil er sich beim Sprechen die Hand vor den Mund hielt – nach neuen Fifa-Regeln verboten.
Deutschlands Probleme gegen defensive Bollwerke
Dass Deutschland Schwierigkeiten mit beinharten und stabil stehenden Abwehrketten hat, zeigte das 1:2 gegen Ecuador. Paraguay wird versuchen, diese Schwäche auszunutzen. Alfaro setzt auf Kampf und Leidenschaft, um den Namen des Landes „ganz nach oben zu bringen“. Die Partie verspricht eine intensive Defensivschlacht zu werden.



