Portugal hat sich mit einem dramatischen 2:1-Sieg gegen Kroatien für das Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft qualifiziert. Vor 43.036 Zuschauern in Toronto drehte die Mannschaft um Superstar Cristiano Ronaldo einen Rückstand und sicherte sich den Einzug in die nächste Runde, wo nun Spanien wartet.
Ronaldo per Elfmeter – Ramos entscheidet
Kroatien war durch Ivan Perisic in der 53. Minute in Führung gegangen. Portugal brauchte eine Reaktion und fand sie in Cristiano Ronaldo: In der 68. Minute verwandelte der 41-Jährige einen Foulelfmeter zum Ausgleich. In der Nachspielzeit sorgte dann Gonçalo Ramos mit dem Treffer in der 94. Minute für den Sieg. Ein vermeintlicher Ausgleich Kroatiens in der 103. Minute wurde wegen Abseits aberkannt.
Emotionaler Sieg zum Todestag von Diogo Jota
Das Spiel fand am ersten Todestag von Diogo Jota statt. Der Offensivspieler war am 3. Juli 2025 im Alter von nur 29 Jahren bei einem Autounfall ums Leben gekommen. „Er ist dort oben und leuchtet auf uns herab“, sagte der zum „Man of the Match“ gewählte Ronaldo nach dem Spiel. Der Sieg war eine emotionale Hommage an den verstorbenen Teamkollegen.
Modric scheitert, Alaba offen
Während Ronaldo mit Portugal weitermacht, endet das Turnier für seinen langjährigen Weggefährten Luka Modric. Beide spielten sechs Jahre lang gemeinsam bei Real Madrid. Auch Österreichs Kapitän David Alaba hat seine Zukunft nach dem 0:3 gegen Spanien offen gelassen. „Ich habe mir überhaupt keine Gedanken gemacht um meine Zukunft“, sagte der 34-Jährige, dessen Vertrag bei Real Madrid ausgelaufen ist.
Garcia verteidigt sich nach Rassismusvorwürfen
Belgiens Trainer Rudi Garcia hat nach seinem WM-Interview gegen Rassismusvorwürfe verteidigt. Der 62-Jährige hatte nach dem 3:2-Sieg gegen Senegal gesagt: „Wir kennen solche Mannschaften: Gegen Ende des Spiels verlieren sie ihre taktische Struktur.“ Garcia schrieb auf X: „Meine Kommentare richteten sich keinesfalls an afrikanische Mannschaften; sie hätten genauso gut auf asiatische, südamerikanische oder europäische Teams zutreffen können.“
Spaniens Simon knackt WM-Rekord
Spaniens Torhüter Unai Simon hat im Sechzehntelfinale gegen Österreich einen WM-Rekord gebrochen. Beim 3:0-Sieg blieb der Schlussmann zum fünften Mal in Folge ohne Gegentor und steht nun bei 519 Minuten ohne Gegentreffer bei WM-Endrunden. Damit übertraf er den Italiener Walter Zenga, der 1990 bei der Heim-WM 517 Minuten lang ohne Gegentor geblieben war.



