Sander über Gladbachs neue 6er-Position: Verstärkung aus 2. Liga
Sander: Gladbachs neue 6er-Position aus 2. Liga

Borussia Mönchengladbach hat sich für die kommende Saison mit Philipp Sander vom Zweitligisten Holstein Kiel verstärkt. Der 26-jährige Mittelfeldspieler soll künftig die wichtige Position im defensiven Mittelfeld bekleiden und bringt laut eigener Aussage genau die Qualitäten mit, die sich die Gladbacher Verantwortlichen erhoffen.

Sander: „Ich kenne meine Stärken“

Im Interview mit der „Rheinischen Post“ äußerte sich Sander selbstbewusst über seine Rolle in der neuen Umgebung: „Ich weiß, was ich kann und was die Mannschaft braucht. Ich bin keiner, der viele Tore schießt, aber ich gewinne Zweikämpfe und versuche, das Spiel nach vorne zu strukturieren.“ Diese Eigenschaften waren in der abgelaufenen Saison bei Holstein Kiel deutlich zu sehen, wo Sander in 32 Zweitligaspielen auf dem Platz stand und dabei zwei Tore erzielte.

Der Weg nach Gladbach

Der gebürtige Flensburger durchlief die Jugendabteilungen von Holstein Kiel und feierte dort 2020 seinen Profi-Durchbruch. Mit starken Leistungen machte er sich über die Grenzen Schleswig-Holsteins hinaus einen Namen. Sein Vertrag in Kiel lief noch bis 2025, doch Gladbach aktivierte die festgeschriebene Ausstiegsklausel. Über die Ablösesumme machten beide Vereine keine Angaben, laut Medienberichten liegt sie im einstelligen Millionenbereich.

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Die Erwartungen in Gladbach

Bei den Fohlen trifft Sander auf eine Mannschaft, die in der vergangenen Saison nur auf Platz 13 der Bundesliga landete und sich im Mittelfeld deutlich verstärken musste. Sportdirektor Roland Virkus zeigte sich bei der Vorstellung überzeugt von der Verpflichtung: „Philipp ist ein Spieler, der unserem Spiel Stabilität geben wird. Er hat in Kiel über Jahre bewiesen, dass er auf hohem Niveau konstant Leistung bringen kann.“

Konkurrenzkampf als Antrieb

Im Kader von Trainer Gerardo Seoane trifft Sander auf namhafte Konkurrenz. Mit Julian Weigl, Manu Koné und Rocco Reitz stehen mehrere Optionen für die zentralen Mittelfeldpositionen bereit. Sander sieht dies jedoch als Chance: „Konkurrenz belebt das Geschäft. Ich bin hierhergekommen, um mich durchzusetzen und der Mannschaft zu helfen. Am Ende entscheidet der Trainer, wer spielt.“

Die Rolle der Sechser-Position

Die Position des Sechsers ist im modernen Fußball von zentraler Bedeutung. Sie verbindet Defensive und Offensive und ist oft der erste Anlaufpunkt für den Spielaufbau. Sander bringt dafür die nötigen Attribute mit: starkes Stellungsspiel, gutes Passspiel und eine hohe Laufbereitschaft. In der vergangenen Saison gewann er in Kiel 58 Prozent seiner Zweikämpfe und gehörte damit zu den besten Spielern der 2. Bundesliga in dieser Kategorie.

Die Vorbereitung auf die neue Saison

Die Vorbereitung auf die Saison 2024/25 beginnt für die Gladbacher Anfang Juli. Sander wird dann direkt in den Trainingsbetrieb einsteigen und hofft, sich schnell in die Mannschaft zu integrieren. „Die Jungs haben mich super aufgenommen. Ich freue mich auf die Aufgabe und darauf, mich mit den Besten zu messen“, so der Neuzugang.

Für Borussia Mönchengladbach ist die Verpflichtung Sanders ein weiterer Baustein im Neuaufbau. Nach einer enttäuschenden Vorsaison soll der Kader verjüngt und gleichzeitig stabiler werden. Mit Sander kommt ein Spieler, der bereits in jungen Jahren Verantwortung übernommen hat und in Kiel sogar zeitweise die Kapitänsbinde trug.

Die Perspektive des Spielers

Sander selbst hat große Ziele mit seinem neuen Verein: „Wir wollen wieder in die obere Tabellenhälfte. Die Qualität im Kader ist da, jetzt müssen wir es auf dem Platz umsetzen.“ Der gebürtige Norddeutsche unterschrieb in Gladbach einen Vertrag bis 2028 und könnte damit zu einem wichtigen Bestandteil der Mannschaft werden, die langfristig wieder um internationale Plätze mitspielen möchte.

Die Erwartungen sind hoch, doch Sander wirkt unbeeindruckt. Seine Karriere in Kiel hat ihn geprägt, und er weiß, dass der Weg in die Stammelf über harte Arbeit führt. „Ich bin bereit, mich zu zeigen. Die Bundesliga ist eine neue Herausforderung, aber ich habe keine Angst davor.“

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Reaktionen aus der Liga

Auch in der Konkurrenz wird der Transfer aufmerksam beobachtet. Experten sehen in Sander eine kluge Verstärkung für Gladbach, da er mit seiner Erfahrung aus über 100 Zweitligaspielen sofort helfen kann. Die „Sport Bild“ bezeichnete ihn als „einen der besten Sechser der 2. Liga“ – ein Lob, das Sander mit Gelassenheit aufnimmt: „Das ist schön zu hören, aber am Ende zählt nur, was auf dem Platz passiert.“

Die Fans der Fohlen dürfen gespannt sein, wie sich der Neuzugang in der Bundesliga präsentiert. Fest steht: Mit Philipp Sander hat Borussia Mönchengladbach einen Spieler verpflichtet, der weiß, was es braucht, um auf diesem Niveau zu bestehen.