Schwolow: „Natürlich will ich Zentner Druck machen“
Schwolow: „Ich will Zentner Druck machen“

Alexander Schwolow, Neuzugang von Mainz 05, hat klare Worte zum internen Konkurrenzkampf gefunden: „Natürlich will ich Zentner Druck machen“, sagte der 34-jährige Torwart bei seiner Vorstellung. Er trägt künftig die Rückennummer 1, ordnet sich aber sportlich zunächst hinter Stammkeeper Robin Zentner ein. Der frühere Bundesliga-Schlussmann betonte jedoch, dass er nicht nach Mainz gekommen sei, um nur Bank zu drücken.

Rolle und Ambitionen

Schwolow, der zuletzt in Schottland bei Heart of Midlothian spielte, machte deutlich, dass er sich in einem „Ausklang-Modus“ keineswegs sehe. „Ich bin 34, aber ich fühle mich topfit und hungrig“, erklärte er. Der gebürtige Wiesbadener kehrt damit in seine Heimatregion zurück, was für ihn „fast wie nach Hause kommen“ sei. Seine erfolgreiche Zeit in Schottland – er absolvierte dort 62 Pflichtspiele – habe er vor allem aus familiären Gründen beendet.

Intern sieht Schwolow seine Aufgabe klar: „Ich will Robin fordern und im Training Vollgas geben. Wenn ich gebraucht werde, muss ich bereit sein.“ Diese Aussage unterstreicht den Anspruch des erfahrenen Keepers, der in der Bundesliga bereits für den SC Freiburg, Schalke 04 und Hertha BSC auflief.

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Bedeutung für Mainz

Für Mainz 05 ist die Verpflichtung des Routiniers ein wichtiger Baustein. Sportdirektor Christian Heidel hatte Schwolow als „erfahrenen Torwart mit Persönlichkeit“ bezeichnet, der die Mannschaft auch neben dem Platz stärken könne. Die Konkurrenzsituation zwischen Zentner und Schwolow dürfte den Trainingsalltag beleben und den Leistungsdruck auf beide erhöhen.

Schwolow selbst zeigte sich voller Vorfreude auf die neue Aufgabe: „Mainz ist ein besonderer Verein, hier herrscht eine unglaubliche Mentalität. Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass wir eine erfolgreiche Saison spielen.“ Dass er die Nummer 1 auf dem Rücken trägt, sieht er als Ansporn, nicht als Selbstverständlichkeit.

Blick nach vorn

Die Mainzer Fans dürfen gespannt sein, wie Trainer Bo Svensson die Torhüterfrage löst. Schwolow bringt reichlich Erfahrung aus über 250 Bundesligaspielen mit, während Zentner sich in den vergangenen Jahren als Stammkraft etabliert hat. Der Neuzugang will diese Hierarchie offenbar nicht kampflos akzeptieren – und genau das macht den Konkurrenzkampf im Tor so spannend.

Bereits im Trainingslager soll Schwolow einen starken Eindruck hinterlassen haben. Sein Ehrgeiz ist ungebrochen, wie er betonte: „Ich bin nicht hierhergekommen, um mich auszuruhen. Ich will Spiele machen, und dafür werde ich alles geben.“ Diese Mentalität könnte Mainz in der kommenden Saison zugutekommen – egal, wer letztlich zwischen den Pfosten steht.

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