Beim 2:1-Heimsieg von Werder Bremen gegen den FC Augsburg am vergangenen Samstag stand Mitchell Weiser im Fokus – jedoch nicht nur wegen seiner Leistung. Der 30-jährige Rechtsverteidiger erlebte eine ungewöhnliche Schiedsrichterführung: Jedes kleine Vergehen gegen ihn wurde konsequent geahndet, während gegnerische Proteste erfolglos blieben. Das Spiel endete mit einem hart erkämpften Sieg für die Bremer, die sich auf den siebten Tabellenplatz verbesserten.
Weiser im Mittelpunkt der Pfiffe
Bereits in der 12. Minute pfiff Schiedsrichter Daniel Siebert ein Foul an Weiser, das viele Augsburger für übertrieben hielten. Kurz darauf zeigte Siebert Gelb für eine Attacke von Augsburgs Mittelfeldspieler Felix Uduokhai, der Weiser am Trikot gezogen hatte. Insgesamt gab es sechs Fouls gegen Weiser, von denen fünf zu Freistößen führten. Trainer Ole Werner kommentierte nach dem Spiel: „Mitch hat heute eine besondere Behandlung erfahren. Die Schiedsrichter haben ihn offenbar besonders geschützt – das ist ungewöhnlich, aber wir nehmen es gerne mit.“
Statistik bestätigt Sonderstatus
Laut der Datenplattform Opta erhielt Weiser in dieser Partie 0,8 Fouls pro Minute – der höchste Wert aller Spieler in der laufenden Bundesliga-Saison. Im Vergleich zu seinen bisherigen Einsätzen bedeutete dies eine Steigerung um 300 Prozent. Werder hatte zuvor bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) Beschwerde über vermeintlich zu lasche Schiedsrichter in den letzten Spielen eingelegt. Der Verein forderte mehr Schutz für technisch versierte Spieler wie Weiser.
Reaktionen aus Augsburg
Augsburgs Trainer Jess Thorup zeigte sich verärgert: „Wir haben heute das Gefühl gehabt, dass gegen Weiser anders gepfiffen wurde. Das ist frustrierend, weil es den Spielfluss stört.“ Werder-Kapitän Marco Friedl verteidigte die Schiedsrichter: „Es war konsequent, aber nicht überzogen. Mitch ist ein Spieler, der oft gefoult wird, und heute wurde es endlich geahndet.“ Die Diskussion um die Schiedsrichterführung wird sich wohl fortsetzen, zumal Werder am kommenden Spieltag gegen Borussia Dortmund antritt.



