Tour-Drama: Ausreißer Slock nach 177 km gestellt – Merlier siegt
Tour-Drama: Ausreißer Slock nach 177 km gestellt

Dramatische 8. Etappe: Slock nach 177 Kilometern gestellt

Was für eine Dramatik bei der Tour de France! Fast die gesamte 8. Etappe fuhr Liam Slock (25) allein an der Spitze, 177 Kilometer lang kämpfte der Belgier gegen das Feld. Doch 1300 Meter vor dem Ziel wurde der mutige Ausreißer eingeholt. Das Peloton brauste heran, übersprintete ihn, und sein Landsmann Tim Merlier (33) sicherte sich nach seinem Sieg in Bordeaux am Freitag auch den Tagessieg in Bergerac.

„5000 Meter vor dem Ende merkte ich, dass die anderen näherkommen. Da hätte ich einen größeren Vorsprung gebraucht. Aber meine Kräfte waren zu Ende“, sagte ein enttäuschter Slock. Merlier hingegen strahlte: „Ich war kurz vor dem Ziel noch eingebaut und dachte, alles ist vorbei. Bei 250 Metern vor dem Ziel merkte ich, dass doch noch was möglich ist. Aber bei der Hitze war es heute schon hart. Ich wollte drei Etappensiege, zwei habe ich schon.“ Fast 40 Grad wurden erneut gemessen.

Gesamtwertung unverändert – Pogacar bleibt in Führung

Im Gesamtklassement änderte sich nichts. Top-Favorit Tadej Pogacar (27/Slowenien) bleibt in Führung vor Jonas Vingegaard (29/Dänemark). Red-Bull-Kapitän Florian Lipowitz behauptet als Siebter seine Position in Reichweite des Podiums. Alle Favoriten kamen mit dem Peloton ins Ziel.

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Slock reißt sofort nach dem Start aus

Mann des Tages war jedoch Liam Slock. Der Profi vom belgischen Team Lotto Intermarché hatte bislang nur einen Profisieg errungen, am 14. Juni beim Grand Prix Gippingen. Nun, gut einen Monat später, dieser Teufelsritt. Zwei Kilometer nach dem Start in Périgueux riss er aus, war lange Zeit mit drei, dann mit zwei Mitstreitern unterwegs, ehe er sich allein durchkämpfte und hauchdünn am Sieg vorbeischrammte.

Stimmen und Ausblick

Nils Politt (32), Helfer von Pogacar bei UAE Emirates, sagte in der ARD: „Die Ausreißer waren stärker als gedacht. Ich freue mich jetzt schon auf den Ruhetag am Montag.“ Bei tropischen Temperaturen war auch diese Flachetappe für die Fahrer eine Tortur. Am Sonntag geht es bei ähnlichen Temperaturen ins Zentralmassiv von Malemort nach Ussel.

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