Tour de France: Merlier siegt erneut, Philipsen weiter ohne Form
Tour: Merlier gewinnt erneut – Philipsen sucht Form

Tim Merlier hat die achte Etappe der 113. Tour de France gewonnen und damit seinen zweiten Etappenerfolg bei der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt gefeiert. Der belgische Sprinter setzte sich am Samstag nach 180,4 Kilometern zwischen Périgueux und Bergerac im Massensprint durch. Für den Star-Sprinter Jasper Philipsen setzte sich die Formkrise fort: Der 28-jährige Belgier, der im vergangenen Jahr nach einem schweren Sturz aufgeben musste, wurde nur Vierter.

Philipsen weiter auf der Suche nach der alten Stärke

Philipsen, zehnmaliger Tour-Etappensieger, war auf der fünften und siebten Etappe jeweils Fünfter geworden und zeigte sich nach der Etappe in Bordeaux am Vortag enttäuscht. „Ich kann mir keine Vorwürfe machen. Ich kann nicht mehr leisten, als ich kann“, sagte er. „Es ist nicht angenehm, nicht auf dem gewohnten Niveau zu sein.“ Der Sieg von Landsmann Merlier unterstrich die belgische Dominanz im Sprint, während Philipsen weiter auf seinen elften Tour-Tageserfolg warten muss.

Deutsche Fahrer in den Top Ten

Bester Deutscher wurde Pascal Ackermann auf Rang sieben. Max Kanter belegte den neunten Platz. Kanter hatte sich zuvor in starker Form präsentiert, mit einem zweiten und vierten Platz bei vorangegangenen Etappen. Er gehört seit 2024 zum Team um den früheren Ex-Profi Alexander Winokurow aus Kasachstan. „Wir alle wissen, was er in seiner Karriere erreicht hat. Und wenn wir die Liste der deutschen Sieger bei der Tour de France verlängern können, wäre das schön“, sagte Kanter vor der Etappe mit Blick auf Marcel Kittel, der 2017 eine ähnliche Etappe in Bergerac gewann.

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Zwischensprint: Kanter und Pedersen geraten aneinander

Im Rennen um den Zwischensprint mischte sich Kanter ein und hatte eine kurze Berührung mit dem punktbesten Profi Mads Pedersen, der sich über die Positionierung des Cottbusers aufregte. Kanter kam als Fünfter vor dem Sechsten Pedersen über die Linie. Drückende Hitze prägte die Etappe, drei Ausreißer trotzten den Bedingungen. Der Belgier Liam Slock forderte die Sprinter-Riege heraus, als er bei zehn ausstehenden Kilometern noch etwas mehr als eine Minute Vorsprung hatte, wurde aber wenige Kilometer vor dem Ziel gestellt.

Gesamtwertung: Pogacar bleibt vorne

In der Gesamtwertung führt Superstar Tadej Pogacar mit einem Vorsprung von 2:42 Minuten vor seinem dänischen Rivalen Jonas Vingegaard und 3:27 Minuten vor Teamkollege Isaac del Toro aus Mexiko. Der deutsche Tour-Dritte Florian Lipowitz belegt den siebten Rang, vier Minuten hinter Pogacar.

Ausblick auf die neunte Etappe

Am Sonntag steht die neunte Etappe an, der letzte Tag vor dem Ruhetag. Auf dem Programm stehen 185,5 Kilometer zwischen Malemort und Ussel im Zentralmassiv mit knapp 3.300 Höhenmetern. Hier dürften sich die Klassikerspezialisten Hoffnungen auf den Tageserfolg machen, darunter Ex-Weltmeister Mathieu van der Poel aus den Niederlanden. Die Etappe gilt als kräftezehrend und könnte das Gesamtklassement beeinflussen.

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