Ein Eis, die Abendsonne – und Thomas Tuchel fühlt sich wieder wie 15. Bei der für Trainer anstrengenden Fußball-WM gönnt sich der Coach der englischen Nationalmannschaft seine besonderen Auszeiten. Der 52-Jährige erklärte vor dem heutigen Halbfinale gegen Argentinien (21.00 Uhr MESZ/ARD und MagentaTV), wie er abschaltet: „Ich versuche immer, meinen Frühsport zu machen. Und manchmal setze ich mich einfach aufs Rad und dann braucht es nur einen großen Parkplatz und ein Eis in der Hand. Dann fühlt man sich wieder wie 15 und genießt einen warmen Sommerabend für 15 Minuten mit einer Kugel Eis in der Hand.“
Gute Zeit in Kansas City
Für Tuchel sind diese Momente ebenso wertvoll wie notwendig. „Man verbindet sich wieder mit diesem wunderbaren inneren Gefühl, das wir alle haben. Manchmal ist das alles, was es braucht“, sagte der gebürtige Schwabe. Die englische Nationalmannschaft hat ihr WM-Camp in Kansas City im ländlich geprägten Mittleren Westen der USA aufgeschlagen. Tuchel hat zuletzt seine Abschlusseinheiten dort abgehalten und ist mit der Mannschaft erst so spät wie möglich zu den Spielorten geflogen. Eine Ausnahme war das Achtelfinale in Mexiko-Stadt.
Bedeutung der Auszeiten
Tuchel wird oft als verbissen beschrieben, doch bei dieser WM zeigt er eine andere Seite. Die kurzen Pausen helfen ihm, den Druck des Turniers zu bewältigen. „Es ist wichtig, solche Momente zu haben, um wieder aufzutanken“, betonte er. Die englische Mannschaft steht im Halbfinale und könnte erstmals seit 1966 wieder den WM-Titel holen. Tuchels entspannte Momente scheinen sich positiv auf das Team auszuwirken.



