Last-Minute-Drama in Spiel 2: Wembanyamas Patzer besiegeln Niederlage
Victor Wembanyama (22) erlebte eine Achterbahn der Gefühle. Der 2,24 Meter große Franzose, der in dieser Saison zum Defensive Player of the Year gekürt wurde, sollte die San Antonio Spurs in den NBA-Finals gegen die New York Knicks zum ersten Titel seit 2014 führen. Doch ausgerechnet der Superstar wurde zur tragischen Figur, als er mit zwei schweren Fehlern in den Schlusssekunden den Sieg aus der Hand gab. Die Spurs unterlagen mit 104:105, die Knicks führen die Best-of-Seven-Serie nun mit 2:0.
Erster Patzer zwölf Sekunden vor Schluss
Beim Stand von 104:104 gelang Wembanyama zunächst ein Ballgewinn in der Defensive. Die Spurs hatten die Chance, mit dem letzten Angriff das Spiel zu entscheiden. Doch Wembanyama passte überhastet zu seinem Mitspieler, der den Ball nicht erwartete und an den Rücken bekam. Die Knicks eroberten den Ball, und Wembanyama foulte. New York verwandelte einen von zwei Freiwürfen und ging mit 105:104 in Führung.
Zweiter Fehler: Vergebener Wurf in letzter Sekunde
Trotz des Rückstands blieben den Spurs fünf Sekunden für den Sieg. Der letzte Angriff lief erneut über Wembanyama. Zwei Sekunden vor dem Ende kam er aus Höhe der Freiwurflinie zu einem vergleichsweise freien Wurf, den ein Spieler seines Kalibers normalerweise sicher verwandelt. Doch der Ball sprang vom Ring – die Knicks gewannen. Die Enttäuschung war Wembanyama deutlich anzusehen.
Spurs vor schwerer Aufgabe
Die Spurs haben nun maximal fünf Spiele, um den 0:2-Rückstand aufzuholen. Allerdings kassierten sie beide Niederlagen vor heimischem Publikum. Die nächsten beiden Partien finden im Madison Square Garden in New York statt, wo die euphorisierte Kulisse die Knicks zusätzlich beflügeln dürfte. Die Spurs müssen ihre Fehler minimieren, um nicht frühzeitig die Hoffnung auf den Titel zu begraben.



