Werder Bremen: Mitchell Weiser fällt noch länger aus
Werder: Weiser fällt noch länger aus

Werder Bremen muss länger auf Mitchell Weiser verzichten. Der 30-Jährige, der sich im Trainingslager eine Muskelverletzung im Oberschenkel zugezogen hatte, fällt nach neuesten Untersuchungen noch etwa vier Wochen aus. Damit verpasst der Rechtsverteidiger den Saisonstart der Bundesliga Anfang August.

Diagnose nach MRT-Untersuchung

Wie der Verein am Donnerstag mitteilte, ergab eine MRT-Untersuchung am Mittwoch, dass die Verletzung schwerwiegender ist als zunächst angenommen. Weiser hatte sich die Verletzung am vergangenen Wochenende im Trainingslager in Zell am Ziller zugezogen. Der Verteidiger war bereits am Montag vorzeitig abgereist, um sich in Bremen behandeln zu lassen.

Ausfallzeit von rund vier Wochen

Die genaue Ausfallzeit bezifferte der Klub auf rund vier Wochen. Damit fällt Weiser nicht nur für das erste Pflichtspiel der Saison im DFB-Pokal aus, sondern auch für die ersten Bundesliga-Spiele. Der ehemalige U21-Nationalspieler fehlte in der vergangenen Saison bereits mehrfach verletzt und kam nur auf 24 Pflichtspieleinsätze.

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Trainer Werner muss umbauen

Trainer Ole Werner muss nun auf der rechten Abwehrseite umbauen. Als Optionen gelten der etatmäßige Innenverteidiger Niklas Stark, der bereits in der Vergangenheit auf der rechten Seite ausgeholfen hat, sowie die Neuzugänge. Der Verein hatte zuletzt den norwegischen Verteidiger Julian Kristoffersen verpflichtet, der ebenfalls auf der rechten Seite spielen kann.

„Das ist ein dicker Dämpfer für uns“, sagte Werders Sportchef Frank Baumann der Vereinshomepage. „Mitchell ist ein wichtiger Spieler für uns, der in der Vorbereitung einen sehr guten Eindruck hinterlassen hatte. Wir müssen das jetzt bestmöglich kompensieren und hoffen, dass er schnell wieder fit wird.“

Weiser kämpft um Stammplatz

Weiser war im Sommer 2021 vom 1. FC Köln nach Bremen gewechselt und hatte sich schnell als Stammspieler etabliert. In der abgelaufenen Saison war er jedoch immer wieder von Verletzungen geplagt. Neben einer Sprunggelenksverletzung hatte er sich im März einen Muskelfaserriss zugezogen. Nun folgt die nächste Verletzungspause.

Bremens Startprogramm ohne Weiser

Werder startet am 11. August mit dem DFB-Pokalspiel bei Drittligist Energie Cottbus in die Pflichtspielsaison. In der Bundesliga geht es am 18. August mit einem Heimspiel gegen den FC Augsburg los. Weitere Aufgaben warten in den ersten Wochen mit den Spielen gegen Borussia Dortmund, den VfB Stuttgart und Bayer Leverkusen.

Der Verein hofft, dass Weiser nach seiner Rückkehr schnell zu alter Form findet. Die medizinische Abteilung wird den 30-Jährigen in den kommenden Wochen engmaschig betreuen. Ein genaues Comeback-Datum steht noch nicht fest, der Klub rechnet jedoch mit einer Rückkehr im Laufe des Septembers.

Auswirkungen auf die Kaderplanung

Die Verletzung könnte auch Auswirkungen auf die Kaderplanung haben. Sollte sich abzeichnen, dass Weiser länger ausfällt, könnte Werder auf dem Transfermarkt noch einmal aktiv werden. Der Klub hatte zuletzt betont, dass man den Kader noch verstärken wolle, falls sich die Gelegenheit ergibt.

Bremens Start in die Saisonvorbereitung war bereits von einigen Verletzungen überschattet. Neben Weiser fehlten zuletzt auch die Langzeitverletzten wie der langjährige Kapitän und Abwehrchef, der nach seiner Knieoperation noch im Aufbautraining steckt. Der Verein hofft, dass sich die Personalsituation bis zum Saisonstart wieder entspannt.

Weiser will sich zurückkämpfen

Mitchell Weiser selbst zeigte sich kämpferisch. Auf seinem Instagram-Account schrieb er: „Verletzungen gehören zum Fußball dazu. Ich werde alles dafür tun, um schnellstmöglich wieder auf dem Platz zu stehen und der Mannschaft zu helfen.“ Der Verteidiger wird seine Reha in Bremen absolvieren und dabei von der medizinischen Abteilung des Klubs unterstützt.

Die Werder-Fans hoffen, dass Weiser nach seiner Rückkehr an seine Leistungen aus der Vorsaison anknüpfen kann, als er in 24 Spielen drei Tore und fünf Vorlagen beisteuerte. Der 30-Jährige gilt als wichtiger Faktor im Spielaufbau der Bremer, insbesondere wegen seiner Offensivläufe über die rechte Seite.

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