WM 2006 in Deutschland: Der Start von Messi, Ronaldo und Modrić
WM 2006: Messi, Ronaldo und Modrić betreten die Bühne

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland betraten drei Ausnahmespieler erstmals die große Bühne: Lionel Messi (Argentinien), Cristiano Ronaldo (Portugal) und Luka Modrić (Kroatien). 20 Jahre später stehen sie vor ihrem mutmaßlich letzten gemeinsamen WM-Auftritt. Messi ist mit 39 Jahren immer noch torgefährlich, Ronaldo mit 41 der erfolgreichste Schütze seines Teams, und Modrić (40) lenkt weiterhin das kroatische Mittelfeld.

Luka Modrić: Debüt in Nürnberg und frühe Begegnung mit Messi

Modrić gab sein WM-Debüt am 18. Juni 2006 in Nürnberg beim 0:0 gegen Japan. In der 78. Minute wurde er für Niko Kranjčar eingewechselt. Zuvor war er im Auftaktspiel gegen Brasilien (0:1) nicht zum Einsatz gekommen. Sein erstes Länderspiel hatte er bereits am 1. März 2006 in Basel gegen Argentinien absolviert – ein besonderes Spiel, da Lionel Messi dort sein erstes Länderspieltor erzielte. Kroatien gewann 3:2. Bei der WM 2006 schied Kroatien jedoch in der Vorrunde aus, unter anderem nach einem 2:2 gegen Australien, das durch einen umstrittenen Schiedsrichterfehler von Graham Poll in die Geschichte einging.

Lionel Messi: Vom Wunderkind zum Torschützen

Messi feierte sein WM-Debüt am 16. Juni 2006 in Gelsenkirchen gegen Serbien-Montenegro. In der 74. Minute eingewechselt, bereitete er das 4:0 vor und erzielte selbst das 6:0. Der Tagesspiegel schrieb damals: „Messi watschelt, aber er watschelt so schnell, dass kaum ein Sprinter hinterherkommt.“ Im Viertelfinale gegen Deutschland blieb er jedoch auf der Bank, Argentinien verlor im Elfmeterschießen. Insgesamt kam Messi auf drei Einsätze. Heute führt er mit sechs Treffern die Torschützenliste der WM in Amerika an.

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Cristiano Ronaldo: Im Fokus und polarisierend

Ronaldo stand bei der WM 2006 im Mittelpunkt, vor allem nach dem Viertelfinale gegen England, als er den entscheidenden Elfmeter verwandelte und für die Rote Karte seines Vereinskollegen Wayne Rooney mitverantwortlich gemacht wurde. Die englische Presse attackierte ihn heftig: Die „Sun“ zitierte Rooney mit den Worten: „Ich werde das Kriegsbeil begraben – aber nur in Ronaldos Kopf!“ Ronaldo erzielte nur ein Tor per Elfmeter gegen Iran. Der „Kicker“ kritisierte: „Seinen Tempo-Dribblings und Kabinettstückchen fehlte der zielgenaue Abschluss. Uneffektiv.“ Der „Best Young Player Award“ ging an Lukas Podolski.

Gemeinsame Mission: Letzter Akt in Amerika

In der Nacht auf Freitag (1 Uhr MESZ) trifft Modrić mit Kroatien im Sechzehntelfinale auf Portugal und damit auf Ronaldo, mit dem er 222 Mal für Real Madrid zusammenspielte. Für einen von beiden wird dies wahrscheinlich der letzte WM-Einsatz sein. Auch Messi könnte sein letztes Turnier spielen. Alle drei haben seit 2006 die Fußballwelt geprägt.

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