Argentinien hat das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 erreicht. Der Titelverteidiger setzte sich im Halbfinale von Atlanta gegen England mit 2:1 (0:0) durch und trifft am Sonntag in East Rutherford auf Europameister Spanien. Superstar Lionel Messi führte die Südamerikaner erneut ins Endspiel.
Spanien schlägt Frankreich im ersten Halbfinale
Bereits am Dienstag hatte Spanien das Endspiel erreicht. Der Europameister besiegte Frankreich in Arlington mit 2:0 (1:0). Mikel Oyarzabal per Foulelfmeter (22. Minute) und Pedro Porro (58.) erzielten die Tore vor 70.176 Zuschauern. „Jetzt haben wir diesen letzten Schritt gemacht und wollen diesen Titel holen“, sagte Spaniens Trainer Luis de la Fuente. Die Defensive der Iberer erwies sich erneut als Trumpf – im gesamten Turnier kassierten sie erst ein Gegentor.
Ausschreitungen in 183 französischen Städten
Nach dem Halbfinal-Aus Frankreichs kam es landesweit zu Gewalt. Das Innenministerium in Paris meldete Konfrontationen in 183 Städten, insbesondere in Paris und Lyon. 342 Menschen wurden festgenommen, 250 kamen in Polizeigewahrsam. In 688 Fällen wurden Einsatzkräfte mit Feuerwerkskörpern beschossen, 1128 Böller wurden beschlagnahmt. In Grenoble wurde ein 49-jähriger Mann von Angreifern verfolgt und erschossen. Die Polizei vermutet einen Bandenkrieg als Hintergrund. Das Spiel fiel auf den französischen Nationalfeiertag, den 14. Juli, an dem es traditionell zu Ausschreitungen kommt.
Fifa verlängert Halbzeitpause laut Medienberichten deutlich
Die Halbzeitpause im WM-Finale soll Medienberichten zufolge länger als die üblichen 15 Minuten dauern. Laut BBC und „The Times“ ist eine Pause von 20 bis zu 30 Minuten geplant. Grund ist eine große Halbzeitshow mit Mega-Prominenten wie Shakira, Madonna, Justin Bieber, der südkoreanischen Band BTS, Burna Boy, Gustavo Dudamel, Coldplay und einem New Yorker Grundschulchor. Die Show erinnert an die Halbzeitshows im Super Bowl. Die Fifa äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht. Eigentlich schreiben die Regeln des International Football Association Board (Ifab) eine maximale Pause von 15 Minuten vor, die nur mit Erlaubnis des Schiedsrichters geändert werden darf. Die übertragenden Sender ZDF und MagentaTV haben angekündigt, die Show zu zeigen.
TV-Bestwert für Spanien-Sieg
Das erste Halbfinale Spanien gegen Frankreich erzielte einen TV-Bestwert. Durchschnittlich 12,688 Millionen Zuschauer sahen die Partie im ZDF – so viele wie bei keinem anderen WM-Spiel ohne deutsche Beteiligung. Der Marktanteil lag bei 53,1 Prozent. Das erfolgreichste Spiel der WM war das 7:1 der deutschen Mannschaft gegen Curaçao mit 23,427 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 70,2 Prozent.
Deschamps löst Schön als Rekordtrainer ab
Frankreichs Trainer Didier Deschamps hat beim Halbfinale gegen Spanien seinen 26. WM-Einsatz als Cheftrainer absolviert und damit den ehemaligen Bundestrainer Helmut Schön als Rekordhalter abgelöst. Schön hatte seinen letzten WM-Einsatz 1978. Deschamps ist seit 2012 im Amt und wird nach der WM aufhören. Nur Franz Beckenbauer und Mário Zagallo gelang ebenfalls das Double aus WM-Titel als Spieler und Trainer.
Mega-Schlussfeier für XXL-WM
Die Schlussfeier der WM im Met-Life-Stadium in East Rutherford wird von Weltstars wie Laura Pausini, Nicole Scherzinger, Robbie Williams, YouTuber IShowSpeed und Schauspieler Tom Cruise begleitet. Jennifer Hudson wird die US-Nationalhymne singen. Die anderthalbstündige Show blickt auf die seit dem 11. Juni laufende WM zurück. Im Anschluss wird das Finale angepfiffen.
FairSquare reicht Beschwerde gegen Infantino ein
Die britische Menschenrechtsorganisation FairSquare hat beim IOC Beschwerde gegen Fifa-Präsident Gianni Infantino eingelegt. Sie wirft ihm fünf Verstöße gegen die IOC-Regeln zur politischen Neutralität vor, darunter angebliche politische Unterstützung für US-Präsident Donald Trump. Infantino soll zudem Werbung für eine Fanseite betrieben haben, die mit der Trump-Administration zusammenhängt. Das IOC hatte angekündigt, sich mit einer möglichen Beschwerde zu befassen.
Erhöhte Sicherheitsmaßnahmen für England gegen Argentinien
Die Polizei in Atlanta verstärkte die Sicherheitsvorkehrungen für das Halbfinale zwischen England und Argentinien. Die Partie wurde als Spiel der höchsten Risikostufe eingestuft. Die Hotels beider Mannschaften werden von größeren Polizeiaufgeboten bewacht. Es gab Treffen mit Vertretern der Fifa, des FBI und der Polizei von Miami. Das Spiel war auch 40 Jahre nach dem Falklandkrieg und dem „Tor der Hand Gottes“ von Diego Maradona politisch brisant.
WM-Pokal-Koffer von Louis Vuitton
Die Fifa wird den Trophäenkoffer der Luxusmarke Louis Vuitton in die Finalshow einbeziehen. Der Koffer wurde für den Transport und die Präsentation des Pokals entwickelt. Louis Vuitton präsentiert zudem eine limitierte Auflage von drei Trophäenkoffern. Im Netz gab es Kritik an der Vermarktung. US-Präsident Donald Trump wird den Siegerpokal überreichen.
Neue WM-Regeln: DFB-Lehrwart sieht Gefahr
DFB-Lehrwart Lutz Wagner sieht bei den neuen WM-Regeln eine Gefahr für die Einheitlichkeit des Fußballs. Positiv bewertet er die Reduzierung des Zeitspiels durch schnellere Wechsel und die Regel, dass sich Spieler nach einer Behandlung eine Minute draußen aufhalten müssen. Die erweiterten VAR-Eingriffsmöglichkeiten bei Gelben Karten und Eckstößen seien optional. Der DFB werde nach der WM entscheiden, ob er sie übernimmt.
Zwayer ausgeschieden, Dankert hofft auf Finale
Schiedsrichter Felix Zwayer hat die WM nach zwei Vorrundeneinsätzen verlassen. Bastian Dankert darf sich als Videoschiedsrichter noch Hoffnungen auf einen Einsatz im Finale machen.



