WM 2026: England und Argentinien im Halbfinale nach Siegen gegen Norwegen und Schweiz
WM 2026: England und Argentinien im Halbfinale

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko hat ihre ersten beiden Halbfinalisten gefunden. Titelverteidiger Argentinien setzte sich im Viertelfinale gegen die Schweiz mit 3:1 nach Verlängerung durch, während England Norwegen mit 2:1 ebenfalls nach Verlängerung besiegte. Zuvor hatte bereits Spanien das Halbfinale erreicht, indem es Belgien mit 2:1 bezwang.

Argentinien bezwingt die Schweiz nach Verlängerung

Argentinien, angeführt von Superstar Lionel Messi, zeigte sich im Viertelfinale gegen die Schweiz nervenstark. Bereits in der zehnten Minute brachte Alexis Mac Allister die Südamerikaner in Führung. Die Schweiz kämpfte sich jedoch zurück und glich in der 67. Minute durch Dan Ndoye aus. In der Verlängerung nutzte Argentinien eine numerische Überlegenheit nach einem Platzverweis für die Schweiz und erzielte zwei weitere Tore zum 3:1-Endstand. Der Sieg war hart erkämpft, wie die Verlängerung zeigt.

England wirft Norwegen raus – Bellingham der Matchwinner

England setzte seinen Weg bei der WM fort und besiegte Norwegen in Miami mit 2:1 nach Verlängerung. Jude Bellingham, ehemaliger Dortmunder, war der entscheidende Spieler: Er erzielte beide Tore für die Three Lions (45.+2, 93. Minute). Norwegen war durch ein Traumtor von Andreas Schjelderup in der 36. Minute in Führung gegangen, doch Bellinghams Doppelpack drehte die Partie. Vor 64.478 Zuschauern im Football-Stadion der Miami Dolphins, darunter Prominenz wie David Beckham und Kronprinz Haakon, zeigte England eine starke Moral.

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Kontroverse um Bellinghams Tor: FIFA nimmt Stellung

Das erste Tor von Jude Bellingham zum 1:1-Ausgleich sorgte für Diskussionen. Norwegen beschwerte sich, dass der Ball vor dem Treffer ein in der Luft gespanntes Kamerakabel berührt habe, was einen Schiedsrichterball zur Folge gehabt hätte. Die FIFA stellte jedoch klar, dass die Daten des Sensors im Ball keine Berührung des Kabels belegten. Der Ball habe seine Flugrichtung nicht verändert, teilte der Weltverband via X mit. Schiedsrichter Clément Turpin ließ das Tor daher zu Recht gelten.

Spanien erlöst durch Merino – Belgien scheitert im Torwart-Drama

Spanien zog durch ein dramatisches 2:1 gegen Belgien ins Halbfinale ein. Mikel Merino traf in der 88. Minute zum Sieg, nachdem Belgiens Ersatztorwart Senne Lammens einen Patzer begangen hatte. Merino, der bereits im Achtelfinale gegen Portugal das Siegtor erzielt hatte, zeigte sich überglücklich: „Man gewöhnt sich langsam dran. Ich bin schon wieder reingekommen und habe kurz vor Schluss den Treffer erzielt, der entscheidend war.“ Spanien ist das einzige Team, das bei dieser WM noch kein Gegentor kassiert hatte – eine Serie, die nach 649 Minuten durch Charles De Ketelaere endete. Torwart Unai Simon hatte damit den Rekord von Walter Zenga (517 Minuten) übertroffen.

Frankreich souverän im Halbfinale – Mbappé glänzt

Frankreich setzte sich im Viertelfinale gegen Marokko mit 2:0 durch und erreichte zum dritten Mal in Folge das WM-Halbfinale. Kylian Mbappé scheiterte zunächst an Marokkos Torwart Bono per Elfmeter, traf dann aber in der 60. Minute per Traumtor. Ousmane Dembélé legte in der 66. Minute nach. Mbappé hat nun 20 WM-Tore erzielt, nur eines weniger als Rekordhalter Lionel Messi. Nach dem Spiel musste Mbappé seinen Knöchel kühlen, gab aber Entwarnung: „Ich habe einen Schlag auf die Ferse bekommen, aber es geht gut.“ Trainer Didier Deschamps bestätigte, dass Mbappé auch Krämpfe hatte, aber kein Ausfall drohe.

Spanien-Coach de la Fuente: Fokus nur auf Belgien

Vor dem Viertelfinale gegen Belgien betonte Spaniens Trainer Luis de la Fuente, dass sein Team voll auf das Spiel fokussiert sei und nicht an ein mögliches Halbfinale gegen Frankreich denke. „Wir denken an nichts anderes als Belgien morgen. Wenn wir da gewinnen, dann sprechen wir über Frankreich“, sagte er. Belgien hatte im Achtelfinale Gastgeber USA mit 4:1 besiegt, was für Kontroversen sorgte. Belgiens Trainer Rudi Garcia zeigte sich unbeeindruckt von möglicher feindseliger Stimmung: „Wir haben die USA gerade erst geschlagen in einem Spiel, in dem jeder gegen uns war, also kann es morgen nicht komplizierter sein.“

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England bangt um Guehi – Norwegen wechselt Hotel

England muss im Viertelfinale gegen Norwegen möglicherweise auf Innenverteidiger Marc Guehi verzichten. Er klagt über muskuläre Probleme, möglicherweise eine Zerrung im Oberschenkel. Auch Declan Rice fiel wegen einer Magen-Darm-Erkrankung aus. Norwegen hingegen wechselte vor dem Spiel das Hotel, nachdem es Unzufriedenheit mit der Unterkunft gegeben hatte. Kapitän Martin Ödegaard erklärte: „Es gab einige Dinge, die hätten besser laufen können, und wir haben sie behoben.“ Trainer Stale Solbakken dementierte Gerüchte über eine Krankheitswelle: Alle Spieler stünden zur Verfügung.

Argentinien-Legende Kempes weist Verschwörungstheorien zurück

Nach dem umstrittenen Achtelfinalsieg gegen Ägypten (3:2) und angeblicher Bevorzugung Argentiniens durch die FIFA äußerte sich Weltmeister Mario Kempes (1978) dazu: „Die Verlierer werden immer jammern. Und um zu glauben, dass man dir eine Weltmeisterschaft schenkt, muss man schon sehr, sehr ... sein.“ Er bezog sich auf Spekulationen im Internet, die durch Szenen wie ein Foul von Messi im ersten Spiel und lobende Worte von FIFA-Boss Infantino genährt wurden. Eine faktische Grundlage gebe es nicht.

DFB-Spitze reist zu Klopp nach New York

DFB-Präsident Bernd Neuendorf und sein Stellvertreter Hans-Joachim Watzke sind nach New York gereist, um mit Jürgen Klopp über den vakanten Bundestrainer-Posten zu verhandeln. Klopp gilt als absoluter Top-Kandidat nach dem Rücktritt von Julian Nagelsmann. Geklärt werden muss unter anderem die Auflösung von Klopps Vertrag als Head of Global Soccer bei Red Bull. Die ersten Länderspiele als Bundestrainer stünden im September und Oktober an.

Weitere Meldungen: Salah, Balogun-Kontroverse und mehr

Ägyptens Star Mohamed Salah wandte sich nach dem Achtelfinal-Aus gegen Argentinien an die Fans: „Ich weiß, dass ihr immer noch sauer seid, aber ich verspreche euch, dass ich alles tun werde, was in meiner Macht steht, um sicherzustellen, dass das ein neuer Anfang für den ägyptischen Fußball wird.“ Der Verband legte Beschwerde gegen den Schiedsrichter ein. – Im Fall des US-Stürmers Folarin Balogun, dessen Rote Karte zur Bewährung ausgesetzt wurde, legte Trumps WM-Beauftragter Andrew Giuliani gegen den Schiedsrichter Raphael Claus nach. – Belgien beschwerte sich erneut über die Bedingungen, diesmal über den zugewiesenen Trainingsplatz.