WM-Debakel: DFB-Spitze entscheidet über Nagelsmann-Rauswurf und Klopp-Nachfolge
WM-Debakel: DFB-Spitze entscheidet über Nagelsmann-Rauswurf

Nach dem desaströsen WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft gegen Paraguay (4:5 nach Elfmeterschießen) steht Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) vor dem Rauswurf. Obwohl sein Vertrag bis 2028 läuft, wird in den kommenden Tagen eine Entscheidung über seine Zukunft fallen. Gleichzeitig ist Jürgen Klopp (59) der heißeste Kandidat für eine Nachfolge. BILD verrät, welche fünf Bosse nun das entscheidende Wort haben.

Nagelsmann denkt nicht an Rücktritt

Nagelsmann selbst schließt einen Rücktritt aus. Nach der Blamage sagte er: „Ich möchte weitermachen. Wie gesagt, ich stehe bereit. Aber ja, im Fußball hat man nicht alles selber in der Hand.“ Klopp äußerte sich diplomatisch: „Ich verstehe, dass wenn über den Bundestrainer gesprochen wird, dass mein Name genannt wird. Aber es ist nicht der richtige Moment, um darüber zu sprechen, vor allem nicht mit mir.“

Die fünf Entscheidungsträger im Detail

Bernd Neuendorf (64): Der DFB-Präsident bekleidet das höchste Amt im Verband. Er wird den Entscheidungsgipfel leiten und alle Argumente prüfen. Bisher hat er sich öffentlich noch nicht geäußert.

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Hans-Joachim Watzke (67): Als DFL-Boss und DFB-Vizepräsident ist er der mächtigste Funktionär im deutschen Fußball. Seine Meinung hat großes Gewicht. Watzke galt bisher als Nagelsmann-Unterstützer, hat aber auch den engsten Draht zu Klopp aus gemeinsamen BVB-Zeiten.

Rudi Völler (66): Der Sportdirektor ist der direkte Vorgesetzte des Bundestrainers und ein bekennender Nagelsmann-Fürsprecher. Er betonte: „Jeder weiß, wie ich zu Julian stehe. Er ist immer noch ein absoluter Top-Trainer. Ich bin überzeugt, dass er wahrscheinlich der Richtige ist, weiterzumachen.“ Allerdings räumte er ein: „Ich bin nicht der DFB alleine.“

Andreas Rettig (63): Der DFB-Geschäftsführer hatte Nagelsmann zuletzt mehrfach verteidigt, etwa nach der 1:2-Pleite gegen Ecuador, als er dessen Einsatz für die Mannschaft lobte.

Oliver Mintzlaff (50): Der Red-Bull-Boss wird bei wichtigen Personalentscheidungen oft zurate gezogen. Sollte der DFB an Klopp herantreten, führt an Mintzlaff kein Weg vorbei, da Klopp als „Head of Global Soccer“ bei Red Bull angestellt ist und sein Vertrag bis 2029 läuft – ohne Ausstiegsklausel. Mintzlaff hatte Nagelsmann 2021 den Wechsel von RB Leipzig zum FC Bayern ermöglicht, was er später als „eine der größten Fehlentscheidungen“ bezeichnete.

Auswirkungen und nächste Schritte

Die DFB-Spitze steht unter Druck, eine schnelle Lösung zu präsentieren. Die Entscheidung über Nagelsmanns Zukunft und mögliche Verhandlungen mit Klopp werden die kommenden Tage dominieren. Sollte Nagelsmann gehen müssen, wäre Klopp der Wunschkandidat vieler Fans und Experten, doch die Freigabe durch Red Bull könnte kompliziert werden.

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