Einreisechaos vor der WM 2026
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada steht kurz bevor, doch die Einreise der Teilnehmer gestaltet sich schwieriger als erwartet. Während die deutsche Nationalmannschaft problemlos in Chicago ankam, kämpfen andere Teams mit erheblichen Hürden. Der Ebola-Ausbruch in Zentralafrika, Visaprobleme und politische Spannungen überschatten das Turnier.
Ebola-Maßnahmen erschweren Anreise
Die US-Regierung hat verschärfte Einreisebestimmungen erlassen, um die Ausbreitung des Ebola-Virus zu verhindern. Reisende, die sich in den letzten 20 Tagen in Afrika aufgehalten haben, müssen bei der Einreise detaillierte Fragen beantworten. Besonders betroffen ist die Mannschaft der Demokratischen Republik Kongo, die für drei Wochen in einer Quarantäne-Blase isoliert werden müsste, bevor sie in die USA einreisen darf. Ein geplantes Testspiel gegen Chile wurde bereits aus gesundheitlichen Gründen abgesagt.
Breel Embolo: Visaprobleme vorerst gelöst?
Der Schweizer Stürmer Breel Embolo, ehemals bei Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach aktiv, konnte zunächst nicht mit seinem Team in die USA reisen. Grund waren Probleme mit der elektronischen Einreiseerlaubnis (ESTA). Der Schweizer Verband ist jedoch zuversichtlich, dass Embolo bald nachreisen kann und rechtzeitig zu den Vorrundenspielen zur Verfügung steht.
Iran: Visastreit und geopolitische Spannungen
Die iranische Nationalmannschaft wartet weiterhin auf US-Visa für ihre Spieler. Aufgrund des anhaltenden Konflikts zwischen dem Iran und den USA musste das Team sein geplantes Quartier in Arizona aufgeben und nach Tijuana in Mexiko verlegen. Die Vorrundenspiele finden jedoch in den USA statt, was die Situation zusätzlich verkompliziert.
Kongo: Testspiel abgesagt, Zukunft ungewiss
Der kongolesische Nationaltrainer Sebastien Desabre zeigt sich trotz der Widrigkeiten optimistisch. Das Team bereitet sich in Belgien auf die WM vor, und die Ärzte stehen in Kontakt mit der FIFA. Dennoch bleibt die Teilnahme unsicher, da die Einreisebestimmungen streng sind und die Mannschaft möglicherweise nicht rechtzeitig anreisen kann.
Fans ebenfalls betroffen
Nicht nur die Spieler, sondern auch zahlreiche Fans haben mit Einreiseverboten zu kämpfen. Wer in den letzten drei Wochen in Uganda, dem Südsudan oder der Demokratischen Republik Kongo war, darf vorerst nicht nach Mexiko einreisen. Die Behörden der drei Gastgeberländer arbeiten an einem koordinierten Ansatz, um die Sicherheit aller Teilnehmer zu gewährleisten, ohne den Reiseverkehr unnötig zu beeinträchtigen.



