Torsten Ziegner: Kapitän bleibt, Kader wird verstärkt – Lok Leipzig im Trainingscamp
Ziegner: Kapitän bleibt, Kader wird verstärkt – Lok Leipzig im Camp

Torsten Ziegner (48) ist der neue Trainer von Regionalligist Lok Leipzig. Im Trainingscamp in Wesendorf (Niedersachsen) schwitzen die Spieler noch bis Samstag. „Ausgezeichnete Bedingungen. Das ist schwer zu toppen“, schwärmt Ziegner im BILD-Interview. Er spricht über Kapitänsfrage, Kaderentwicklung und die anstehenden Aufgaben.

Kapitän und Mannschaftsrat bleiben unverändert

Auf die Frage nach der Wahl von Kapitän und Mannschaftsrat im Camp antwortet Ziegner: „Ja, das heißt, wir werden da nichts verändern. Es gibt erstens keinen Grund dafür und zweitens keine Ambitionen von meiner Seite. Djamal Ziane wird unser Kapitän bleiben, der Mannschaftsrat wird so bleiben und muss nur noch vervollständigt werden, weil uns David Grözinger verlassen hat. Es gibt ausreichend Kandidaten, es wird zeitnah noch in dieser Woche passieren.“

Vorbereitung läuft nach Plan

Ziegner zeigt sich zufrieden mit dem Stand der Vorbereitung: „Ich bin sehr zufrieden, weil alle Jungs gesund sind und wir mit Dorian Cevis jemanden dazugenommen haben, der bisher nicht trainieren konnte aufgrund seiner Weisheitszahn-Probleme. Und auch Jan Stein ist wieder im Mannschaftstraining integriert. Auch das ist ein super positiver Aspekt, da haben unsere Physios und die Reha-Abteilung hervorragende Arbeit in den letzten Wochen geleistet. Alle ziehen gut mit. Es murrt keiner, trotz der Intensität und Menge, die wir zu tun haben. Wir sind im Soll. Jetzt geht es darum, bis zum ersten Spieltag noch das Thema Spritzigkeit und Schnelligkeit aber auch fußballtaktische Sachen zu verbessern.“

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Kaderverstärkungen geplant – Torhüterposition ein Schwerpunkt

Auch mit der Entwicklung des Kaders ist der Trainer auf einem guten Weg: „Wir haben ein paar Jungs geholt, wo wir großes Entwicklungspotenzial sehen. Wir haben mit Artur Mergel einen gestandenen Jungen, der weiß, worauf es in der Liga ankommt und der auch charakterlich zu uns passt. Und wir arbeiten natürlich noch an Neuverpflichtungen. Aber wir lassen uns da weder hetzen noch treiben, sondern wir wollen in unserer Auswahl die für uns besten Jungs holen, die am besten zu uns passen. Da geht es nicht um Namen und Reputation, sondern es geht ausschließlich darum, dass sie perfekt zu Lok Leipzig und unserer Mannschaft passen.“

Auf die Frage nach Positionen mit Handlungsbedarf antwortet Ziegner: „Nee, aber es ist ja ganz offensichtlich, dass wir mit Tobias Dombrowa auf der Position des Rechtsverteidigers sehr gut besetzt sind, aber eben nur einfach. Da müssen wir auf jeden Fall etwas machen. Mit Eliyas Strasner haben wir auf der Linksverteidiger-Position jemanden dazu geholt, der gerade in der Rückrunde bisschen mit muskulären Problemen zu kämpfen hatte. Den müssen wir auch erst ranführen. Wir brauchen auf jeden Fall noch im Sturm eine Alternative. Und – ganz wichtig – die Torhüterposition! Wir haben mit Felix Daffner, mit dem wir sehr zufrieden sind, einen jungen Mann. Aber er braucht einfach noch ein bisschen Zeit. Wir wollen nicht in die Saison gehen und die Daumen drücken, dass Andreas Naumann nichts passiert. Da brauchen wir schon noch jemanden, der uns die Gewissheit gibt, dass wir zwei Torhüter haben, die sofort in der Regionalliga gut sind. Mit Justin Duda haben wir aktuell einen Probetorwart von Eintracht Braunschweig da, wo wir uns ein umfassendes Bild machen werden.“

Suche nach Co-Trainer läuft

Bezüglich der Suche nach einem weiteren Co-Trainer erklärt Ziegner: „Wir sind in Gesprächen, aber noch nicht am Ziel. Wir haben ein paar Ideen im Kopf. Klar, so ein Verein wie Lok Leipzig zieht nicht nur bei Spielern, sondern auch bei Trainern. Wir müssen überzeugt sein, dass er der Richtige für unser Team ist.“

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Auftaktprogramm: „Einfacherer Saisonstart – aber nur auf dem Papier“

Zum Auftaktprogramm mit Gegnern wie Luckenwalde, Magdeburg II, BFC Preussen, Hertha II und Tasmania meint Ziegner: „Es gibt keine Mannschaft, wo wir die Berechtigung hätten, sie zu unterschätzen oder als leicht oder schwer zu beschreiben. Natürlich, wenn man aufs Papier guckt, ist das schon ein einfacherer Saisonstart. Aber nur, wenn man aufs Papier guckt. Ich glaube, in der Praxis ist es genauso schwer, als ob wir die ersten Spiele gegen Halle, Aue und Jena spielen würden. Wir werden uns gut auf Luckenwalde vorbereiten, denn das ist das allerwichtigste Spiel, weil es das erste Spiel ist. Dann können wir uns Gedanken über den zweiten Gegner machen. Wir wollen perfekt vorbereitet sein und gut in die Saison starten.“