Flick kritisiert Adeyemi nach Barcelona-Debüt deutlich
Flick kritisiert Adeyemi nach Barcelona-Debüt deutlich

Die Kritik kam nur wenige Minuten nach dem Schlusspfiff. Hansi Flick ließ Karim Adeyemi bei dessen Debüt für den FC Barcelona in der ersten Halbzeit spielen, zur Pause war Schluss – und der Trainer fand deutliche Worte. „Viele Dinge waren nicht so gut. Das ist das, was ich sagen kann. Er hat mehr Potenzial, das er zeigen kann“, sagte Flick nach dem 2:2 im Testspiel bei Birmingham City. „Aber er ist auch erst die erste Woche im Training, daher ist es normal. Im Training finde ich Karim viel besser. Ich denke, er kann uns viel geben.“

Fehlpass vor dem 0:1

Beim Stand von 0:0 unterlief Adeyemi nach gut einer halben Stunde ein Fehlpass, der das 0:1 einleitete. Der 24-Jährige, der Ende Juli für eine Sockelablöse von knapp über 22 Millionen Euro von Borussia Dortmund nach Spanien gewechselt war, präsentierte sich in Birmingham engagiert. Er sammelte zahlreiche Ballkontakte und suchte über die rechte Außenbahn immer wieder den Weg in Richtung Tor. Für eine direkte Torbeteiligung reichte es allerdings nicht. Er wirkte bemüht, aber seine Aktionen waren oft nicht präzise genug.

Flick hatte den Transfer eingefädelt

Flick, unter dem Adeyemi einst sein Debüt im DFB-Trikot gefeiert hatte, hatte den Transfer selbst auf den Weg gebracht. Der frühere Bundestrainer habe „einfach angerufen und gefragt, ob ich kommen möchte“, berichtete Adeyemi jüngst der Zeitung „Mundo Deportivo“. „Ich habe ihm gesagt, dass ich das natürlich tun würde, denn es ist der größte Verein der Welt und solche Gelegenheiten bieten sich nur einmal im Leben. Er musste mich nicht überzeugen. Ich vertraue ihm schon seit Langem und habe großen Respekt vor ihm.“

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Flick scheut in öffentlichen Aussagen keine klare Kritik. Seine Worte in Birmingham sind auch als Signal an den gesamten Kader zu verstehen: Beim FC Barcelona zählt nur Leistung. Adeyemi weiß, dass genau dieser Trainer ihm einst das DFB-Debüt ermöglicht hat – und ihm nun den Wechsel zum spanischen Superklub eröffnete.

Schwieriger Start, großes Potenzial

Adeyemi versuchte in Birmingham, sich über Tempo und Dribblings immer wieder in Szene zu setzen. Die Abstimmung mit den neuen Teamkollegen ist nach einer Woche Training jedoch noch nicht eingespielt. Hinzu kam der frühe Rückstand, der die Partie aus Barcelonas Sicht schwierig machte. Dass Flick ihn dennoch in die Startformation beorderte, galt als Vertrauensbeweis – die Auswechslung zur Halbzeit war dann eine klare Ansage.

Seine Geschwindigkeit und seine Fähigkeit, Eins-gegen-Eins-Situationen zu suchen, machen ihn zu einer wichtigen Option im Offensivspiel. Dass ihm in Birmingham die Leichtigkeit noch fehlte, ist nach nur einer Woche im neuen Umfeld keine Überraschung. Entscheidend wird sein, wie schnell er die Abläufe verinnerlicht und sich an die taktischen Vorgaben gewöhnt.

Doppelpacker Abdelkarim und prominenter Gast

Die Tore für den FC Barcelona schoss in Birmingham derweil ein anderer Debütant: Der erst 18 Jahre alte Ägypter Hamza Abdelkarim, den der Klub im Juni von Al Ahly verpflichtet hatte, traf vor und nach der Pause. Damit sicherte er dem spanischen Meister ein 2:2-Unentschieden und stahl Adeyemi die Show.

Auf der Tribüne saß auch der englische Nationalspieler Jude Bellingham, der bis zu seinem Wechsel zu Borussia Dortmund im Jahr 2020 in Birmingham gespielt hatte. Die Fans feierten den 24-Jährigen bei seiner Rückkehr ausgiebig.

Für Adeyemi bleibt nach diesem Debüt vor allem die Erkenntnis, dass die Erwartungen hoch sind. Hansi Flick kennt den Angreifer aus gemeinsamen Zeiten im Nationalteam und forderte nach der Partie mehr Präzision und Spielverständnis. Die nächste Gelegenheit, seine Fähigkeiten zu beweisen, dürfte Adeyemi schon bald im weiteren Saisonvorbereitungsprogramm des FC Barcelona bekommen.

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