FIFA-Boss Infantino wackelt: Diese fünf Männer können ihn stürzen
Infantino in Not: Diese fünf Männer fordern ihn heraus

Gianni Infantino hat mit dem Scheitern seiner milliardenschweren Investorenpläne eine schwere Niederlage erlitten. Der 56-jährige Schweizer sieht sich seitdem immer heftigeren Angriffen ausgesetzt. Eigentlich wollte sich der FIFA-Präsident beim 77. FIFA-Kongress im März 2027 in Rabat, Marokko, ein letztes Mal für vier Jahre wählen lassen. Noch vor wenigen Wochen galt das als sichere Sache – doch das hat sich dramatisch geändert.

Bis zum 18. November können Kandidaten ihre Bewerbungen für die Wahl zum FIFA-Präsidenten einreichen. Wer könnte Infantino gefährlich werden? Ein Überblick über fünf mögliche Herausforderer.

Der Zeitplan: Wahl in Rabat

Der 77. FIFA-Kongress findet im März 2027 in Rabat statt. Infantino strebt eine vierte Amtszeit an, nachdem er 2016 erstmals gewählt wurde. Die Niederlage bei den Investorenplänen hat seine Position geschwächt. Kritiker werfen ihm vor, die Unabhängigkeit des Weltverbands zu gefährden.

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Die Bewerbungsfrist endet am 18. November. Sollte sich kein Gegenkandidat melden, wäre Infantino automatisch wiedergewählt. Doch danach sieht es derzeit nicht aus.

Die europäische Opposition: Ceferin und Al-Khelaifi

Der prominenteste Herausforderer könnte Aleksander Ceferin werden. Der 58-jährige UEFA-Präsident ist Rechtsanwalt und ehemaliger Karate-Kämpfer. Er gibt sich gerne als Gegenentwurf zu Infantino, hat die Vermarktung im europäischen Fußball aber selbst forciert. Ceferin, der 2027 nicht erneut für das UEFA-Präsidentenamt kandidieren will, hat den europäischen Protest gegen Infantino organisiert. „Nach einer gewissen Zeit braucht jede Organisation frisches Blut", sagte er bereits Anfang 2024. Ob er damit auch auf die FIFA anspielte, lässt er offen.

Nasser Al-Khelaifi ist ein enger Vertrauter Ceferins. Der 52-Jährige steht seit 2011 an der Spitze von Paris Saint-Germain und ist zugleich Vorstandsmitglied des Sportnetzwerks beIN. Infantinos Idee einer WM im Zweijahres-Rhythmus aus dem Jahr 2021 lehnte er nicht ab, sondern zeigte sich gesprächsbereit. Eine Bewerbung um das FIFA-Präsidentenamt hat er allerdings dementieren lassen. Ob das nur höfliche Zurückhaltung ist, bleibt abzuwarten. So lange sitzt er im UEFA-Exekutivkomitee.

Der interne Konkurrent: Mattias Grafström

Mattias Grafström, 45, ist ein Sohn eines Schweden und einer Niederländerin und war früher Schweizer Jugendmeister im Tischtennis. Als Fußballfunktionär machte er schnell Karriere. Nach einer Interimszeit wurde er 2024 offiziell FIFA-Generalsekretär und damit Nachfolger von Fatma Samoura aus Senegal. Grafström gilt eigentlich als einer der engsten Vertrauten von Infantino. Doch Medienberichten zufolge soll der Mann mit der Glatze Ambitionen auf den Chefsessel entwickelt haben.

Herausforderer aus Nordamerika und Asien

Victor Montagliani, 60, war die letzte WM in den USA, Kanada und Mexiko sozusagen ein Heimspiel. Der gebürtige Vancouverer stieg 2012 zum Präsidenten des kanadischen Fußballverbands auf. Nach der Verhaftung des damaligen Concacaf-Chefs Jeffrey Webb 2015 im FIFA-Korruptionsskandal eröffnete sich für ihn die Chance. Seit 2016 führt Montagliani den Kontinentalverband für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik. Zu seinen Vertrauten zählt Carlo Ancelotti. Der Concacaf lehnte Infantinos Investorenpläne geschlossen ab.

Scheich Salman bin Ibrahim al-Chalifa, ebenfalls 60, hat schon 2016 gegen Infantino kandidiert und verlor damals knapp. Der Bahrainer ist Präsident des asiatischen Fußballverbands AFC. Er sieht sich seit Jahren mit Korruptionsvorwürfen und Menschenrechtsverletzungen konfrontiert. Infantinos Investorenpläne wies die AFC unter seiner Führung zurück. Gefordert habe er einen kollektiven Dialog und Respekt vor der Amtsführung, ließ al-Chalifa verlauten. Das klingt nicht nach einem Mann, der kampflos aufgibt.

Wie geht es weiter?

Ob einer der fünf Männer tatsächlich bis zum 18. November seine Bewerbung einreicht, ist offen. Fest steht: Infantinos Weg zur Wiederwahl ist steiniger geworden. Der einstige Allmacht des Schweizers bröckelt – und die Liste seiner Gegner wird länger.

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