Eliud Kipchoge hat am Sonntag den Berlin-Marathon gewonnen und dabei einen neuen Weltrekord aufgestellt. Der Kenianer lief die 42,195 Kilometer in 2:01:09 Stunden und unterbot damit seine eigene Bestmarke von 2:01:39 Stunden, die er ebenfalls in Berlin aufgestellt hatte, um 30 Sekunden. Es war sein vierter Sieg in der deutschen Hauptstadt.
Rekordjagd von Anfang an
Bereits in der ersten Rennhälfte deutete sich eine Rekordzeit an. Kipchoge passierte die Halbmarathon-Marke in 60:19 Minuten, nur 19 Sekunden über dem Weltrekord-Tempo. Mit Tempomachern wie dem Kenianer Ronald Korir und dem Äthiopier Tadese Worku hielt er das hohe Tempo konstant. Nach dem Ausscheiden der Pacemaker ab Kilometer 30 lief Kipchoge allein weiter und steigerte sein Tempo sogar noch.
Emotionen am Ziel
Nach dem Zieleinlauf am Brandenburger Tor warf Kipchoge die Arme in die Luft und ließ sich von den Zuschauern feiern. „Ich bin sehr glücklich, dass ich meinen Weltrekord verbessern konnte“, sagte er. „Berlin ist ein besonderer Ort für mich. Die Strecke, die Atmosphäre – alles ist perfekt für schnelle Zeiten.“
Zweiter und Dritter
Der zweite Platz ging an den Äthiopier Andamlak Belihu in 2:05:45 Stunden, Dritter wurde der Kenianer Bethwel Yegon mit 2:06:10 Stunden. Bei den Frauen siegte die Äthiopierin Tigist Assefa in neuer Weltbestzeit von 2:15:37 Stunden, ebenfalls eine Weltrekordverbesserung.
Bedeutung des Rekords
Kipchoges Weltrekord ist der fünfte seiner Karriere und unterstreicht seine Dominanz im Marathonlauf. Der 38-Jährige hat nun alle drei großen Marathon-Majors (Berlin, London, Chicago) gewonnen und strebt einen Sieg in New York an. Seine Zeit von 2:01:09 Stunden liegt nur knapp über der magischen Grenze von zwei Stunden, die er 2019 in Wien als erster Mensch unter idealen Bedingungen unterboten hatte.



